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Zahlreiche tote Aale am Bodensee angeschwemmt - Wasser zu warm?

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Von: Sina Alonso Garcia

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Toter Aal
In den vergangenen Tagen haben Spaziergänger und Badegäste am Bodensee einige tote Aale am Ufer entdeckt (Symbolbild). © Nikhil Gangavane/Imago

An den Ufern des Bodensees machten Spaziergänger und Badegäste in den vergangenen Tagen immer wieder traurige Entdeckungen: Einige tote Aale trieben in Konstanz und auf der Insel Reichenau im Wasser.

Konstanz - Die zunehmenden Hitzeperioden im Sommer führen auch in Gewässern in Baden-Württemberg zu starken Veränderungen. Am Bodensee kämpfen Bootsbesitzer derzeit mit Niedrigwasser. Nun fordern die hohen Temperaturen erneut Opfer: Am Hafenbereich und an der Seepromenade in Konstanz sowie an der Insel Reichenau sichteten Spaziergänger einige tote Aale und meldeten sie dem Agrarministerium.

„Der Grund für das aktuelle Aalsterben am Bodensee ist nicht bekannt“, sagte Sebastian Schreiber vom Agrarministerium gegenüber der Stuttgarter Zeitung. „Es ist aber zu vermuten, dass es an den extremen Wetterbedingungen liegt, die zuletzt zu einer Wassertemperatur von bis zu 28 Grad in manchen geschützten Buchten geführt hat. Aale vertragen aber kein warmes Wasser.“

Bodensee: Tote Aale gab es bereits in vorangegangenen Hitzeperioden

Experten warnten bereits, dass Niedrigwasser im Bodensee in Zukunft immer häufiger drohen könnte. Auch in der Vergangenheit hat man damit schon Erfahrungen gemacht. „Schon in den Hitzesommern 2003 und 2018 haben wir bei längeren Warmwetterperioden niedrige Wasserstände festgestellt“, sagt Schreiber. Auch damals habe es tote Aale gegeben.

Das einzige, was gegen den niedrigen Wasserstand und die zu hohen Wassertemperaturen am Bodensee jetzt helfen könnte: Regen. Der soll laut Wettervorhersagen am kommenden Wochenende zurückkehren. Bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in der kommenden Zeit entwickelt. Das Artensterben wird jedoch nicht mehr aufhaltbar sein.

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