Nach Bundestagswahl

Südwest-Unternehmer erwarten von Koalition Reformen

Rainer Dulger, Präsident des neu gegründeten Verbandes Unternehmer Baden-Württemberg, steht bei einer Pressekonferenz vor einem Logo des Verbands.
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Rainer Dulger, Präsident des Verbandes Unternehmer Baden-Württemberg, wünscht sich eine Regierung, die „Spaß am gestalten hat“.

Von der neu gewählten Bundesregierung erwarten Unternehmer in Südwesten baldige Reformen. Das sagte der Präsident der Unternehmer Baden-Württemberg.

Stuttgart (dpa/lsw) - Unternehmer im Südwesten erwarten von der neuen Bundesregierung Reformen. «Wir brauchen daher eine Regierung, die Spaß am Gestalten hat und die Mut zum Reformieren hat», sagte der Präsident der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), Rainer Dulger, am Donnerstag in Stuttgart.

Er mahnte bei der Bildung einer Koalition nach der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag Qualität und Besonnenheit an. «Das muss vier Jahre halten.» Es dürfe keine weiteren Belastungen für die Wirtschaft und für die Bürger geben. Steuererhöhungen lehnte Dulger ab.

Dulger äußerte keine Präferenz für ein bestimmtes Regierungsbündnis in Berlin. SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz, dessen Partei am Sonntag mit 25,7 Prozent die meisten Stimmen bekam, will mit Grünen und FDP eine sogenannte Ampel-Koalition schmieden. Unionskanzlerkandidat und CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder hatten ihrerseits FDP und Grüne zu Gesprächen über die Bildung einer Jamaika-Koalition eingeladen.

Die Arbeitgeber Baden-Württemberg und der Landesverband der Industrie (LVI) hatte sich zu dem Verband UBW zusammengeschlossen. Anlässlich der Gründung war am Abend ein Festakt geplant, zu dem auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) erwartet wurden.

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