Initiative gegen Lärm und Müll

„Respekt geben. Respekt teilen!“ - Dieses Motto soll für Ruhe auf Marienplatz in Stuttgart sorgen

In einigen Städten NRWs wurde über ein nächtliches Alkoholverbot am Wochenende im öffentlichen Raum diskutiert. 
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Die Notwendigkeit für die Lotsen ergab sich aus vermehrten Klagen über Lärm und Abfall.
  • Julia Cuprakowa
    vonJulia Cuprakowa
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Am Marienplatz in Stuttgart ist auch trotz Corona viel los. Nun sollen Ehrenamtliche als Respektlotsen auf dem Platz patrouillieren und für mehr Ruhe und faires Miteinander sorgen.

Stuttgart - Das Coronavirus hat das Land Baden-Württemberg fest im Griff. Vor allem in Stuttgart gibt es eine extreme Vielzahl an Neuinfektionen. Der aktuelle 7-Tage-Inzidenz-Wert im Stadtkreis Stuttgart beträgt 80,2 - Tendenz steigend. Doch auch die nach oben schnellenden Corona-Zahlen halten manch einen nicht davon ab, sich mit seinen Freunden zu treffen. Vor allem am Marienplatz in Stuttgart kommen viele Menschen bei gutem Wetter zusammen. Und wo viele Menschen aufeinander treffen steigt der Lärmpegel rasch und viele Passanten fühlen sich nicht mehr sicher. Doch was kann man dagegen tun? Die Stadt Stuttgart hat sich eine clevere Idee einfallen lassen, um dem Lärm Einhalt zu gebieten.

Wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, will die Stadt sogenannte Respektlotsen einsetzten. Dabei handelt es sich um Ehrenamtliche. Sie sollen am Marienplatz patrouillieren und die Menschen höflich dazu auffordern, sich so zu verhalten, dass andere davon nicht gestört werden.

In Stuttgart: „Respekt geben. Respekt teilen!“ - Initiative gegen Lärm und Müll am Marienplatz

Die Notwendigkeit für die Lotsen ergab sich aus vermehrten Klagen über Lärm und Abfall am Marienplatz in Stuttgart. Doch offenbar wollte die Stadt keine Polizisten dafür einsetzen, da die Gespräche auf Augenhöhe stattfinden sollten. Daher kam Sicherheitsbeirat, einem Gremium aus Vertretern des Bezirks, der Polizei, der Abfallwirtschaft, der Jugendsozialarbeit, des Ordnungsamtes, Gastronomen vom Platz und anderen, die sich über die Situation auf dem Marienplatz ausgetauscht haben, der Einfall Ehrenamtliche als Respektlotsen einzusetzen.

Die Idee dahinter ist: Respekt geben und teilen! Laut StN.de wurde dieses Ehrenamt von der Stabsstelle Sicherheitspartnerschaft in der kommunalen Kriminalprävention und der Abteilung Integrationspolitik nach einer Reihe von Vorfällen in Stuttgarter Freibädern ins Leben gerufen. Ziel sei es, in der Öffentlichkeit für mehr Respekt und gutes Miteinander zu werben.

Stuttgart: Ehrenamtliche als Respektlotsen - Gespräche auf Augenhöhe

Doch wieso sollen die Menschen mehr auf Respektlotsen hören als auf die Polizei? Die Ehrenamtlichen sollen sich um Gespräche auf Augenhöhe mit ihrem jeweiligen Gegenüber bemühen. „Dabei wurden bislang äußerst positive Erfahrungen gemacht, die deutlich machen, dass auch junge Menschen ernsthaft vorgetragene Gesprächsangebote gerne wahrnehmen“, sagt  der Leiter der Stabsstelle Sicherheitspartnerschaft. Im Vorfeld werden die Lotsen von Fachleuten in Konfliktbewältigung und Kommunikationsstrategien unterwiesen. Damit sollten sie für ihre Aufgabe „Respekt geben. Respekt teilen“ bestens gerüstet sein.

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