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Das sind die beliebtesten Baby-Vornamen in Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Heidelberg

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Von: Nadja Pohr

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Jährlich lassen sich neue Trends bei Vornamen für Kinder erkennen. BW24 hat recherchiert, welche Geburtsnamen 2022 in den größten Städten Baden-Württembergs am beliebtesten waren.

Stuttgart - Vornamen gibt es wahrlich genügend zur Auswahl – in den unterschiedlichsten Varianten und je nach Region oder Land teilweise mit eigenen Feinheiten. Es lassen sich jedes Jahr aufs Neue jedoch Trends bei den Geburtsnamen der Kinder erkennen. 2021 waren im Südwesten beispielsweise Mia und Noah besonders beliebt. In den größten Städten Baden-Württembergs gab es andere Spitzenreiter bei den Vornamen. BW24 hat bei den Standesämtern in Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart nachgefragt und die beliebtesten Vornamen des Jahres 2022 ermittelt.

Baden-Württemberg: Deutlicher Trend bei der Namensvergabe in den größten Städten

Viele Eltern überlegen lange und genau, welchen Namen sie ihrem Kind geben. Bei anderen steht es häufig sofort fest, welcher es werden soll. In der Landeshauptstadt Stuttgart entschieden sich die meisten Paare bei den Mädchen für die Vornamen Mia (Platz 1), Emilia und Emma (Platz 2). Bei den Vornamen für Jungen waren es Theo und Noah. Letzterer scheint, wie bereits 2021, in den anderen großen Städten Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe eine beliebte Wahl gewesen zu sein. Die Tabelle zeigt, welche Vornamen dort gewählt wurden:

StadtVorname: MädchenVorname: Jungen
StuttgartMia, Emilia und EmmaTheo und Noah
MannheimElla und MilaLeon und Noah
HeidelbergEmilia, Emma und MilaPaul und Noah
KarlsruheEmma und EmiliaNoah und Leon

(Quelle: Stadt Stuttgart, Stadt Mannheim, Stadt Heidelberg, Stadt Karlsruhe)

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„Kurze Vornamen sind schon lange im Trend“, sagte Kristin Loga vom Prof. Udolph Zentrum für Namensforschung in Schwanewede (Niedersachsen) bereits im vergangenen Jahr gegenüber BW24. Auch im Jahr 2022 hat sich dies fortgeführt. Der Mädchenname „Mila“ ist dazu neu in die Liste der beliebtesten Namen gerutscht. „Der Rufname Mila ist eine Kurzform von Ludmil(l)a oder Emilie/Emilia“, erklärt Kristin Loga. Der Name stamme aus dem Slawischen und setze sich aus zwei Teilen zusammen. „Lud“ bedeute demnach „Volk“ und Mila im Urslawischen „lieb, teuer, wert“, definiert die Namensforscherin.

Beliebteste Vornamen in Baden-Württemberg: Popularität basiert wohl auf melodischen Vornamen

Warum genau „Mila“ im vergangenen Jahr so populär war, lasse sich nicht genau festlegen, sagte Kristin Loga unserer Redaktion. Zum einen sei es möglich, dass die Vorliebe für bestimmte Rufnamen darauf einwirkte. „Möglich ist auch, dass der Name aufgrund seiner Laute von vielen Menschen als melodisch, positiv, weich oder ähnliches und daher als angenehm empfunden wurde“, erklärte die Namensforscherin. Die Konsonanten „m“ und „l“ werden recht weich ausgesprochen. Das „i“ als Vordervokal sei ebenfalls eher weich und „a“ sei laut Loga für einen weiblichen Rufnamen ein typischer Auslaut.

Baby-Zwillinge schlafen
Emilia und Noah gehörten 2022 zu den beliebtesten Vornamen bei Neugeborenen in den größten Städten Baden-Württembergs. (Symbolfoto) © IMAGO/tish1

Diese Aspekte lassen sich auch bei den beliebten Vornamen „Mia“, „Emilia“ und „Emma“ wiederfinden. Bei den Jungennamen spiegelt sich erneut der Trend zu Namen mit einem biblischem oder kirchlichen Bezug wider. Dies würde vor allem in Baden-Württemberg und Bayern, also in Süddeutschland, eine große Rolle spielen, erklärte Loga. Ob sich 2023 ein neuer Trend bei den Babynamen durchsetzt oder sich der bisherige weiter fortsetzt, bleibt abzuwarten.

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