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Hunderte Studierende gedenken der Opfer des Heidelberger Amoklaufs

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Studierende laufen bei einem Trauerzug für die Opfer des Heidelberger Amoklaufs am Neckarufer entlang.
Studierende laufen bei einem Trauerzug für die Opfer des Heidelberger Amoklaufs am Neckarufer entlang. © Uwe Anspach/dpa

 Einen Monat nach dem Amoklauf an der Universität Heidelberg haben Hunderte Studierende der Opfer bei einem Trauerzug durch die Stadt gedacht.

Heidelberg (dpa) - Mit dem Marsch durch drei Universitätsstandorte in der Stadt am Neckar erinnerten sie an die erschossene 23-jährige Biologiestudentin und ihre drei verletzten Kommilitonen. «Der Marsch ist ein Zeichen des Zusammenhalts und des gegenseitigen Unterstützens», sagte Michèle Pfister, Co-Vorsitzende der verfassten Studierendenschaft, am Montag.

Rund 300 junge Menschen gingen laut Polizei mit Kerzen durch die Hauptstraße in Richtung des etwas außerhalb liegenden naturwissenschaftlich geprägten Campus im Neuenheimer Feld. Die Studierendenschaft hatte mit 800 bis 1200 Teilnehmenden mit Kerzen und Lichtern gerechnet, bei schlechtem Wetter waren es am Ende deutlich weniger Menschen.

Der Zug endete mit einer Rede vor dem Gebäude im Neuenheimer Feld, in dem ein 18 Jahre alter Student mitten in einem Tutorium mit 30 Teilnehmern mehrfach mit seinem Gewehr geschossen hatte. Die aus der Pfalz stammende 23-Jährige erlag nach einem Kopfschuss wenige Stunden später im Krankenhaus ihrer Verletzung. Der Amokschütze hatte sich nach dem Verlassen des Gebäudes selbst erschossen. Seine Motive sind weiter unklar.

Die erschossene junge Frau hatte gerade ihr Studium der Biowissenschaften begonnen, als sie jäh aus dem Leben gerissen wurde. Der Amokschütze war zwar auch in diesem Fach eingeschrieben, kannte laut den Ermittlern aber weder die Getötete noch die drei Verletzten.

Der Rektor der Universität, Bernhard Eitel, hatte vorab von einem großartigen Zusammenhalt der akademischen Gemeinschaft über alle Fächergrenzen hinweg gesprochen. «Bei aller Trauer und allem Mitgefühl begrüße ich diese Initiative der Studierenden und insbesondere der Fachschaft Biologie daher auch als ein Zeichen der Solidarität und der Hoffnung, für das wir dankbar sind.»

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