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Studentin bei Wohnungsbesichtigung getötet - Lebenslang für Franzosen

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Autos fahren aus Richtung Frankreich in die Stadt Kehl ein.
Wegen dem Mord an einer Studentin in der Nähe von Straßburg muss ein 61-jähriger Franzose lebenslang in Haft (Symbolbild). © Philipp von Ditfurth/dpa

Weil er eine Studentin bei einer Wohnungsbesichtigung in Straßburg getötet und anschließend zerstückelt hatte, muss ein Franzose lebenslang ins Gefängnis.

Straßburg (dpa) - Für den Mord an einer später zerstückelt aufgefundenen Straßburger Studentin hat ein Gericht in der Elsass-Metropole einen 61 Jahre alten Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Schwurgericht sprach den geständigen Mann am Dienstag schuldig, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Er war bereits mehrfach wegen Vergewaltigung vorbestraft. Der Tod der Studentin Sophie Le Tan hatte in Frankreich Entsetzen ausgelöst. Die junge Frau starb an ihrem 20. Geburtstag, den sie abends mit ihrer Familie feiern wollte.

Die Studentin war im September 2018 in der Nähe von Straßburg auf Wohnungssuche gewesen und nach einer Besichtigung im Vorort Schiltigheim verschwunden. Zeugenaussagen führten die Ermittler auf die Spur des Hauptverdächtigen, der eine Immobilienanzeige aufgegeben hatte. Trotz bei ihm gefundener Blutspuren bestritt er die Tat zunächst mehr als zwei Jahre lang. Die Leiche der Studentin wurde im Oktober 2019 in einem Wald rund 30 Kilometer südwestlich von Straßburg gefunden.

Obwohl er die Tat schließlich zugab, hielt er vor Gericht daran fest, ohne Vorsatz gehandelt zu haben. Das Gericht bestimmte in seinem Urteil, dass eine Haftentlassung des Verurteilten frühestens nach 22 Jahren geprüft werden kann.

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