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Strobl findet prorussische Autokorsos „schwer erträglich“

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Autokorso "Gegen die Diskriminierung russischsprachiger Menschen"
Autos mit Russlandfahnen fahren bei einem Autokorso unter dem Motto „Gegen die Diskriminierung russischsprachiger Menschen“ mit. © Christoph Schmidt/dpa

Laut Innenminister Thomas Strobl (CDU) müssen die prorussischen Autokorsos ertragen werden. Sie seien aber „schwer erträglich“.

Stuttgart (dpa/lsw) - Prorussische Autokorsos müssen aus Sicht von Innenminister und Vize-Regierungschef Thomas Strobl ertragen werden. «Bilder von prorussischen Autokorsos sind für mich nur schwer erträglich, wie für die allermeisten Menschen in unserem Land», sagte der CDU-Politiker am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. «Aber wir ertragen diese Bilder, weil es zu unserer freiheitlichen Demokratie gehört, dass man seine Meinung auf der Straße kundtun darf - so abwegig und abstrus sie auch sein mag.» Genau das unterscheide Deutschland von Russland unter dem Präsidenten Wladimir Putin. Als Bürgerin und Bürger müsse man sich freilich bewusst machen, was es bedeute, an einer Versammlung teilzunehmen, die Verständnis oder gar Sympathie für das «verbrecherische Verhalten von Putins Russlands» habe.

Die Meinungsfreiheit finde aber ihre Grenze in den Strafgesetzen, betonte Strobl. Das öffentliche Verwenden des Z-Symbols etwa könne eine Straftat sein. Es sei ein Symbol des völkerrechtswidrigen Kriegs und der brutalen Gewalt. Am Freitag sei ein Erlass an die Versammlungsbehörden im Land herausgegeben worden, dass Versammlungen im Falle entsprechender Straftaten von bestimmten Auflagen abhängig gemacht und als letztes Mittel verboten oder aufgelöst werden können.

Durch Stuttgart und Lörrach rollten am Wochenende prorussische Autokorsos. Durch Stuttgart fuhr am Samstag eine Autokolonne mit rund 190 angemeldeten Autos und russischen Fahnen auf den Motorhauben. Auch durch das südbadische Lörrach fuhr am Sonntagnachmittag ein Autokorso mit etwa 120 Fahrzeugen und russischen, alten sowjetischen sowie deutschen Flaggen. Die prorussischen Autokorsos fanden unter strengen Auflagen statt: Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine war das Zeigen oder Tragen bestimmter Symbole und Abzeichen untersagt - etwa die Abbildung des Buchstaben Z, der für die russischen Kriegsaktivitäten in der Ukraine steht.

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