Nach Übergriffen bei Protesten

Strobl beklagt fehlenden Respekt für Einsatzkräfte bei „Irrgläubigen“

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU).
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Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) kritisiert die Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte (Symbolbild).

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) drückt seinen Ärger über den Umgang mit Polizisten und Rettungskräften aus.

Stuttgart (dpa) - Angesichts zahlreicher Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte beklagt Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) fehlenden Respekt bei «einigen Irrgläubigen». Polizei- und auch Rettungskräfte seien zwar allgemein hoch angesehen, doch: «Ich kann und will nicht akzeptieren, dass auf Demonstrationen und Versammlungen gerade die attackiert werden, die oft buchstäblich ihren Kopf für unsere Sicherheit und unsere Freiheit hinhalten.»

An vielen Orten in Deutschland kam es zuletzt bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen zu Attacken auf Einsatzkräfte. In den vergangenen Jahren hatten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste gerade zu Silvester und Neujahr solche Angriffe beklagt.

In Baden-Württemberg ging die Zahl der Straftaten gegen Polizistinnen und Polizisten im zu Ende gehenden Jahr nicht wesentlich zurück, wie das Innenministerium in Stuttgart mitteilte. Sie liege annähernd auf dem Wert des Vorjahres. Absolute Zahlen legt die Behörde aber erst mit der Polizeilichen Kriminalstatistik Anfang 2022 vor. Zurückgegangen sei dagegen die Zahl der verletzten Besamten im zu Ende gehenden Jahr, nach einem deutlichen Sprung im vergangenen Jahr.

Im Jahr 2020 waren laut Statistik allein in Baden-Württemberg 5151 Übergriffe auf Polizistinnen und Polizisten registriert worden. Das waren bereits etwa 760 mehr als noch vor fünf Jahren.

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