Die Fronten sind verhärtet

Streit wegen Gefängnis „Fauler Pelz“ geht weiter – Stadt droht mit Baustopp

Gefängnis "Fauler Pelz"
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Durch die Fenstergitter in einem Zellentrakt eines Gebäudes des ehemaligen Gefängnisses „Fauler Pelz“ sind Wohnhäuser der Innenstadt zu sehen.

Die Stadt Heidelberg und die Landesregierung von Baden-Württemberg streiten sich um die Nutzung eines früheren Gefängnisses. Dazu gibt es neue Erkenntnisse.

Stuttgart/Heidelberg (dpa/lsw) – Der Streit zwischen der Stadt Heidelberg und der Landesregierung von Baden-Württemberg um die Nutzung des früheren Gefängnisses „Fauler Pelz“ ist auch durch einen Termin mit Vertretern beider Seiten nicht entschärft worden. „Die Begehung hat aus Sicht der Stadt klar bestätigt, dass für die Arbeiten in ihrer Gesamtheit ein Bauantrag gestellt werden muss“, lautete das Fazit der Stadt nach dem Treffen auf Arbeitsebene Anfang der Woche.

Stadt Heidelberg droht mit Baustopp und will das Areal anders nutzen

Das Sozialministerium besteht bislang darauf, dass die geplanten Arbeiten für die Unterbringung von drogensüchtigen Straftätern an dem Gebäudekomplex der Instandsetzung dienten und deshalb kein Bauantrag nötig sei. Das Land will das ehemalige Gefängnis übergangsweise für den unter enormer Platznot leidenden Maßregelvollzug nutzen. Die Stadt hatte damit gedroht, einen Baustopp zu verfügen. Sie will die seit langem geplante universitäre Nutzung des Areals durchsetzen.

Aus dem zuständigen Sozialministerium verlautete nach dem Treffen, es müssten noch offene Fragen geklärt werden. Details wurden dazu nicht bekannt. Stadt und Ministerium versicherten, im Gespräch bleiben zu wollen. Auch die „Rhein-Neckar-Zeitung“ hatte über die Zusammenkunft berichtet.

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