Spinnen in Baden-Württemberg

Herbst: Spinnen schleichen sich in unsere Häuser – diese Tipps helfen

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Vor allem im Herbst kriechen Spinnen vermehrt in Häuser und fallen besonders auf – dafür gibt es einen Grund. Was getan werden kann, um eine Spinnen-Invasion zu verhindern.

Während die einen sie ganz in Ordnung finden und tolerieren, gibt es Menschen, die bei ihrem Anblick weiche Knie bekommen und am liebsten wegrennen oder ihr Haus anzünden würden. Die Rede ist von Spinnen. Je größer und haariger, desto unerträglicher wird für manche ihr Anblick. Dabei hilft auch nicht der Gedanke, dass die Achtbeiner meistens eigentlich harmlos sind und uns Fliegen und Mücken vom Leib halten. Bei manchen lösen die Krabbeltiere einfach nur Angst und Ekel aus.

Vor allem im Herbst* sind die haarigen Spinnentiere wieder präsenter und schleichen sich bei Gelegenheit ins Innere. Am liebsten verstecken sie sich in dunklen Ecken und Winkeln, im Keller, unter den Dachboden, aber auch in Wohnräumen. Doch warum suchen Spinnen im Herbst das Innere und klettern durch unsere Wohnungen und Häuser? Und wie kann eine Spinnen-Invasion verhindert werden? echo24.de* weiß die Antwort und gibt ein paar hilfreiche Tipps.

Spinnen-Invasion im Herbst: Warum uns jetzt riesige Achtbeiner belagern

Sinkende Temperaturen bringen nicht nur die Menschen dazu, sich wieder mehr in ihre vier Wände zurückzuziehen – auch Spinnen sind auf der Suche nach einem warmen, kuscheligen und geschützten Ort, um mit fetter Beute den Winter zu überstehen. Doch welche Spinnenarten

Nicht alle der rund 1.000 Spinnenarten in Deutschland fühlen sich bei uns zu Hause wohl. In unseren Häusern mögen es vor allem die Hauswinkelspinne* sowie die Zitterspinne, wie der Naturschutzbund (NABU) aufklärt. Eher aus Versehen verirren sich die Herbstspinne, die Zebraspringspinne und verschiedene Kreuzspinnen in unsere Wohnräume. „Diese Spinnen sind nicht ans Leben in Häusern angepasst und sterben spätestens, wenn man im Herbst zu heizen beginnt; dann sinkt die Luftfeuchtigkeit und die Spinnen vertrocknen“, heißt es in einem Artikel der NABU.

Obwohl wenn bei Giftspinnen eher an Australien gedacht wird: Auch in Deutschland gibt es sie. Am meisten verbreitet ist in Baden-Württemberg wohl der Ammen-Dornfinger*. Erstmals wurde die eingeschleppte Kugelspinne* 2017 in Deutschland nachgewiesen. Ebenfalls eingeschleppt wurde die Kräuseljagdspinne*

Spinnen im Herbst: Weshalb es die Achtbeiner ins Innere zieht

Ein weiterer Grund, weshalb uns Spinnen im Herbst besonders auffallen: Die Paarungszeit der Spinnen beginnt im September und dauert bis Oktober an. Weibliche Spinnen sind dafür bekannt, an einem einzigen Ort zu bleiben. Im Herbst krabbeln die Männchen dann auf der Suche nach einer Partnerin durch das Haus, wie Gentside berichtet.

Letztes Jahr sagte der Entomologe und Buchautor Richard Jones in einem Gespräch mit der BBC, dass „selbst im saubersten, kleinsten Haus gut 20 bis 40 Spinnen zu finden sind“. Wer diese Mitbewohner nicht dulden möchte, „sollte die nützlichen Tiere nicht mit Pantoffeln, Staubsaugern oder Zeitungen traktieren, sondern in einem Glas einzufangen und nach draußen bringen“, mahnt der Naturschutzbund Deutschland.

Um zu verhindern, dass Spinnen überhaupt erst ins Haus gelangen, empfiehlt sich das Anbringen von Insektenschutzgittern. Die schützen übrigens nicht nur vor Spinnen, sondern auch vor anderen Lebewesen wie der Tigermücke, welche auch als das „gefährlichste Tier der Welt“* gilt. Im Haus sollte darauf geachtet werden, potenziellen Verstecke zu beseitigen und sichtbaren Spinnweben zu entfernen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Remy Eudeline/dpa

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