Medikamente, Schutzausrüstung und Beatmungsgeräte

Große Solidarität - Südwesten stellt Hilfsgüter für Ukraine bereit

Ukraine-Konflikt
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Gemeinsam mit der Uniklinik Freiburg stellte das Sozialministerium der Stadt Medikamente, Schutzausrüstung und Beatmungsgeräte zur Verfügung.

Viele Menschen im Südwesten sammeln Hilfsgüter für Flüchtende aus der Ukraine. Freiburg erhält besondere Unterstützung des Landes für seine Partnerstadt im Osten.

Freiburg/Ulm (dpa/lsw) - Das Land Baden-Württemberg hat die Stadt Freiburg mit umfangreichen medizinischen Hilfsgütern für deren ukrainische Partnerstadt Lwiw (Lemberg) unterstützt. Gemeinsam mit der Uniklinik Freiburg stellte das Sozialministerium der Stadt Medikamente, Schutzausrüstung und Beatmungsgeräte zur Verfügung, wie Ministerialdirektorin Leonie Dirks am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

Die Hilfsgüter sollen für den Krankenhausbedarf von vier bis sechs Wochen sowie zusätzliche intensivmedizinische Betreuung ausreichen. Die Handschuhe, Tupfer, OP-Masken und Schutzkittel im Wert von 2,6 Millionen Euro stammen aus den Lagerbeständen des Landes. Sie waren zur Bewältigung der Pandemie beschafft worden. Die unentgeltliche Abgabe des Kontingents an die Ukraine führe zu keinen Beeinträchtigungen der Versorgung in Baden-Württemberg, hieß es. «Wir sehen es als unsere humanitäre Pflicht an, hier zu helfen», sagte Dirks.

Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) zeigte sich dankbar, dass man die Hilfsaktion so engagiert unterstütze. Die Ausrüstung sollte noch am Dienstag auf den Weg in die Region Lwiw gebracht werden. Die Finanzierung des Transports übernimmt die Stadt Freiburg.

Wie in mehreren anderen Städten im Südwesten auch unterstützten am Dienstag in Ulm Dutzende Menschen mit Hilfsgütern Geflüchtete aus der Ukraine. Hunderte Tüten mit Kleidung, Toilettenpapier und Decken stapelten sich vor dem Eingang des Ulmer Münsters und auf dem Münsterplatz. Helfer luden die Sachspenden in vier Busse, mit denen die Hilfsgüter an die Grenze zur Ukraine in die Slowakei gebracht werden sollten, wie die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis (SPD) am Dienstag in Ulm sagte.

Auf dem Rückweg sei geplant, mit den Bussen Geflüchtete aus der Ukraine nach Ulm zu bringen. Von Helfern an der Grenze zur Ukraine würden Listen erstellt mit Menschen, die nach Deutschland kommen wollen, sagte Mattheis, die die Hilfsaktion initiiert hatte. Der Dekan der Münstergemeinde, Ernst-Wilhelm Gohl, zeigte sich erfreut von der großen Hilfsbereitschaft. Bereits nach dem Aufruf für Spenden von Hilfsgütern am Montag hätten sich Dutzende Tüten vor dem Ulmer Münster aufgetürmt. Auch in der Kirche wurden zahlreiche Sachspenden gesammelt.

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