Gefährliche Körperverletzung

Selbstjustiz: Zeugen verletzen Taschendieb schwer - tiefe Stichwunde am Bein

Ein Polizist steht im Regen neben einem Polizei-Auto.
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In Karlsruhe kam es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen einem Taschendieb und Zeugen.

Als vier Männer Zeugen eines Taschendiebstahls wurden, stellten sie den Täter zur Rede. Als dieser sie mit Pfefferspray angreifen wollte, traten und schlugen sie ihn. Auch eine Stichwunde hatte der Mann später am Bein.

Karlsruhe (dpa/lsw) - Bei einem Akt der Selbstjustiz haben Zeugen eines Taschendiebstahls den mutmaßlichen Täter mit Schlägen und Tritten schwer verletzt. Der 20-Jährige habe auch eine tiefe und stark blutende Stichwunde am Bein gehabt, die womöglich auf den Vorfall auf dem Karlsruher Schlossvorplatz zurückzuführen sei, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Der tatverdächtige 20-Jährige kam in ein Krankenhaus und am Montag in Untersuchungshaft. Gegen die vier Männer, die ihn verletzt haben sollen, wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Der 20-Jährige soll am Sonntag mehrere Handys gestohlen haben. Dazu habe er die Besitzer in Gespräche verwickelt. Als Zeugen eines solchen Vorfalls den Beschuldigten später auf dem Schlossvorplatz wiedersahen, stellten sie ihn zur Rede. «Als dieser versuchte, die vier jungen Männer mit einem Reizstoffsprühgerät anzugreifen, kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung», hieß es.

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