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Schweiz verärgert über deutsche Gäubahn-Pläne – „riesige Unsicherheit“

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Gäubahn
Die Gäubahn gilt als wichtigste Bahnverbindung zwischen Stuttgart und den Touristengebieten. © Felix Kästle/dpa

Dass es künftig länger dauern könnte, mit der Bahn von Stuttgart nach Zürich zu fahren, führt in der Schweiz zu Unbehagen – jetzt gibt es erste Reaktionen.

Konstanz (dpa/lsw) – Die sich abzeichnende deutliche Reisezeitverlängerung bei Zugverbindungen zwischen Zürich und Stuttgart führt in der Schweiz zu immer mehr Unbehagen. „Wir sind natürlich nicht zufrieden mit der Situation, weil es unser Ziel ist, die internationalen Verbindungen auszubauen und so auch mehr Menschen in der Schweiz auf die Schiene zu bekommen“, sagte der Chef des Schweizer Bundesamtes für Verkehr (BAV), Peter Füglistaler, dem „Südkurier“ (Freitag). Die aktuelle Diskussion um die Gäubahn schaffe eine „riesige Unsicherheit“. Auch die Schweizer Verkehrspolitik werfe das zurück.

Nach Plänen der Deutschen Bahn soll ab 2025 eine durchgängige Verbindung zwischen Singen und Stuttgart nicht mehr möglich sein. Stattdessen sollen Fahrgäste in Stuttgart-Vaihingen in die S-Bahn Richtung Hauptbahnhof umsteigen, was erhebliche Fahrzeitverlängerungen mit sich bringt. Schuld sind Verzögerungen bei dem zum Stuttgart 21-Projekt gehörenden Flughafenbahnhof.

Was die Rheintalbahn zwischen Basel und Karlsruhe angehe, spüre er, dass es jetzt vorwärtsgehe, sagte Füglistaler der Zeitung. „Auf deutscher Seite werden die Planungen vorangetrieben, im Raum Basel wird viel gebaut. Das stimmt mich zuversichtlich“, sagte der Amts-Chef. Anders verhalte es sich bei der Gäubahn. „Es gibt Projekte, die sind einfach von Anfang an verknorzt und irgendwann funktioniert es gar nicht mehr.“ Die Gäubahn sei dafür ein Beispiel.

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