Autounfall mit Hund

Hund bleibt nach Zusammenstoß mit Auto in Kühlergrill hängen - und überlebt

Ein Hund steckt im Kühlergrill eines VWs, er ist unverletzt.
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Der Hund blieb nach dem Zusammenprall mit einem VW im Kühlergrill des Autos stecken - beinahe unverletzt.
  • Sabrina Kreuzer
    vonSabrina Kreuzer
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Eigentlich werden Katzen sieben Leben nachgesagt. Doch ein Hund in Schwäbisch-Hall hatte vergangene Woche wohl genauso viel Glück wie eine Samtpfote: Er wurde im Kühlergrill eines Autos mitgeschleppt und überlebte.

Schwäbisch Hall/Crailsheim – Für Hundebesitzer gibt es kaum ein schlimmeres Szenario, als wenn der eigene Hund verlorengeht. Die treuen Vierbeiner können sich verlaufen – vergangenen September hatte sich ein Hund in Stuttgart verirrt und sich in ein Polizeiauto gesetzt – oder gestohlen werden – wie im Fall eines Stuttgarter Trott-War-Verkäufers. Und manchmal laufen Hunde auch einfach weg.

So oder zumindest so ähnlich muss es einem Hundebesitzer in Schwäbisch-Hall in Baden-Württemberg vergangene Woche ergangen sein. Dort stieß nämlich ein VW-Fahrer am Donnerstagmorgen mit einem Hund zusammen, als dieser gerade die Fahrbahn kreuzte. Gegen fünf Uhr morgens war der Fahrer des VWs auf der Stuttgarter Straße auf dem Weg zur Arbeit, als ihn der Vierbeiner auf Höhe der Breiteichstraße querte.

Dabei wurde der Hund offenbar von dem Auto erfasst – der Fahrer bemerkte den Zusammenprall jedoch nicht und fuhr unbehelligt weiter zur Arbeit nach Crailsheim, eine Fahrtstrecke von fast 45 Kilometern. In Crailsheim war erst im Januar in einem Schlachthof das Coronavirus ausgebrochen.

Hund verfängt sich im Kühlergrill eines VWs und hat Glück im Unglück

Auf dem Parkplatz seines Arbeitsortes in Crailsheim in Baden-Württemberg stellte der VW-Fahrer sein Auto ab – von dem Unfall hatte er bis dahin nichts mitbekommen. Erst als gegen 7.20 Uhr ein Arbeitskollege sein Auto gegenüber des VWs parkte, fiel der Schaden am Fahrzeug auf.

Der Kollege sah sich das Auto genauer an und bemerkte dabei den Hund, der sich im Kühlergrill des VWs verfangen hatte. Daraufhin verständigte er sofort die Feuerwehr und einen Tierarzt. Der Veterinär untersuchte den Hund. Dabei stellte er fest, dass er nahezu unverletzt war. Das Tier hatte Glück im Unglück: Wie die Polizei Aalen mitteilte, konnte er kurze Zeit später seinem Besitzer übergeben werden.

Corona-Pandemie: Zahl der ausgesetzten Tiere könnte steigen

Laut dem Deutschen Tierschutzbund werden in Deutschland jährlich 70.000 Haustiere von ihren Besitzern im Tierheim abgegeben oder sogar in der Natur oder an Autobahnen ausgesetzt, so erging es auch dem blinden Hunde-Opa Ferdinand. Doch das Aussetzen von Tieren ist laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes eine Straftat und somit verboten. Wer seine Haustiere aussetzt, muss im Zweifel mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe rechnen. Oftmals sind die unüberlegte Anschaffung von Haustieren, Überforderung oder ein Urlaub Gründe dafür, warum die Tiere ausgesetzt werden.

Hester Pommering vom Deutschen Tierschutzbund befürchtet, dass besonders jetzt in der Corona-Pandemie in Baden-Württemberg die Zahl der unüberlegten Haustier-Käufe steigen wird und so auch die Zahl der verlassenen Tiere. „Über kurz oder lang könnten diese Tiere ihren Besitzern wieder lästig und dann direkt im Tierheim abgegeben oder ausgesetzt werden“, sagte Pommering im Gespräch mit Ein Herz für Tiere.

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