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Schuldenerlass für Sex - Feuertod von Gläubiger geplant?

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Aussenaufnahme des Justizgebäudes Heidelberg.
Eine Frau muss sich vor dem Landgericht Heidelberg verantworten, weil sie versucht haben soll, ihren Chef und Gläubiger bei lebendigem Leib zu verbrennen. © Uli Deck/dpa

Eine Frau gerät in finanzielle Abhängigkeit zu einem Mann. Der will die Lage seiner Beschäftigten ausnutzen. Darauf entschließt sie sich zum Äußersten. So stellt sich zumindest für die Staatsanwaltschaft der Fall einer 43-Jährigen vor dem Landgericht Heidelberg dar.

Heidelberg (dpa/lsw) - Eine Frau muss sich von Freitag an vor dem Landgericht Heidelberg verantworten, weil sie versucht haben soll, ihren Chef und Gläubiger bei lebendigem Leib zu verbrennen. Die 43-Jährige soll laut Anklage seit dem Jahr 2020 finanziell von dem Mann abhängig gewesen sein. Er soll ihr angeboten haben, die Schulden für sexuelle Dienstleistungen zu erlassen. Nachdem die Angeklagte in den Büroräumen ihres Chefs in Neidenstein (Rhein-Neckar-Kreis) 5000 Euro von dessen Konto auf ihr eigenes überwiesen hatte, befürchtete sie, bald entdeckt und erneut zu sexuellen Kontakten aufgefordert zu werden. Die Frau ist wegen versuchten Mordes angeklagt.

Sie ging laut Anklage im Herbst zum Schein auf den Wunsch nach Sex ein und legte dem Vorgesetzten Fesseln und eine Augenbinde an. Anschließend versuchte sie, ihn mit brennbarem Material - Altpapier und Decken - anzuzünden. Anschließend habe sie den eigenen Flammentod geplant. Der Geschädigte soll den Brand bemerkt und seine Fesseln gelöst haben. Beim Löschen des Feuers mit bloßen Händen soll er sich Brandverletzungen zweiten Grades zugezogen haben.

Am Freitag soll lediglich die Anklage vor dem Schwurgericht verlesen werden (6 Ks 300 Js 24249/21).

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