Motiv war Eifersucht

Schüler wird krankenhausreif geschlagen, weil ihm ein Mädchen auf Instagram folgt

Ein Mann zeigt eine Faust.
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Nach dem ersten Schlag des Täters ging der Schüler K.o.. Grund für den Angriff sei Eifersucht gewesen, da ein Mädchen dem Opfer auf Instagram folgte (Symbolbild).
  • Nadja Pohr
    VonNadja Pohr
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Weil ein Mädchen einem Jungen auf der Social-Media-Plattform Instagram folgte, wurde er von ihrem eifersüchtigen Freund brutal angegriffen und verprügelt.

Ellwangen - Dass soziale Medien für die Gesellschaft einige Gefahren mit sich bringen, ist mittlerweile bekannt. Laut einer Studie der Barmer Krankenkasse geht hervor, dass jeder siebte Jugendliche bereits von sogenanntem Cybermobbing betroffen gewesen ist. Beschimpfungen und Hasskommentare sind zu einem schrecklichen Teil der Plattformen Instagram, Facebook und Co. geworden.

Cyberattacken schrecken dabei vor nichts zurück, wie ein Hacker-Angriff in Mannheim zeigte: Ein Mann mit Waffe nahm am Online-Unterricht teil*. In Baden-Württemberg* schockiert nun der Fall, eines 21-jährigen Schülers, der wegen Instagram brutal zusammengeschlagen wurde. Der Grund für die Attacke ist banal und erschreckend: Eifersucht, weil ein Mädchen dem Jungen auf Instagram folgte.

Schüler wird von eifersüchtigem Freund zu Boden geschlagen

Die Bilder nach der Prügel-Attacke auf den Schüler zeigen die Brutalität, die der Täter walten ließ. Ihm wurden Nase und Jochbein gebrochen. Darüber hinaus ist das linke Augenlid aufgeplatzt und stark angeschwollen. „Ein Typ aus der Gegend erfuhr, dass seine Freundin mir auf Instagram folgt. Er war eifersüchtig und passte mich vor einem Discounter in Schrozberg ab“, erklärte das Opfer den Angriff gegenüber der Bild.

Auf Instagram teilte das 21-jährige Opfer, wie schwer er von seinem Angreifer zugerichtet wurde.

Nach kurzem Streit soll der offenbar eifersüchtige Freund den 21-Jährigen zu Boden geschlagen, ihm dann mehrfach gegen den Kopf getreten haben. Durch Augenzeugen konnte Schlimmeres verhindert und der Täter von seinem Opfer weggezogen werden. Dennoch fragt sich der Schüler, warum die Zeugen nicht früher eingeschritten sind. „Nach dem ersten Schlag ging ich gleich K.o.“, sagt er. Von den Tritten habe er nichts mehr mitbekommen. „Man hat mir erst später berichtet, wie lange er auf mich eingedroschen hat.“

Täter muss sich wegen versuchten Totschlags am Landgericht verantworten

Der Angriff auf den 21-Jährigen ereignete sich bereits am 20. Oktober des vergangenen Jahres. Ab kommender Woche (14. März) muss sich der Täter nun wegen versuchten Totschlags am Landgericht Ellwangen verantworten. Der Anwalt des Opfers fordert mindestens 5.000 Euro Schmerzensgeld.

Der Angreifer sei außerdem bei der Polizei wohl kein unbeschriebenes Blatt und wegen schwerer räuberischer Erpressung und Diebstahls bereits vorbestraft. Zur Zeit des Angriffs soll er zudem unter Drogen und Alkohol gestanden haben. Seit seiner Tat sitzt der Täter in Untersuchungshaft. Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft.

Eine ähnlich brutale Attacke erlebte 2020 ein Mann aus Tuttlingen. Der 24-Jährige fuhr nachts zu einem Blind Date und wurde einem auf Parkplatz von vier Frauen verprügelt (BW24* berichtete). *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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