Tipp an die Bundesgrünen

Scheidende Grünen-Chefin: Grün an Regierung ist keine Revolution

Online-Parteitag Grüne Baden-Württemberg
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Grün in der Regierung ist keine Revolution, sagt die scheidende Grünen-Chefin von Baden-Württemberg.

Laut der scheidenden Grünen-Parteichefin in Baden-Württemberg können sich die Grünen in der Regierung ein Beispiel an der Südwestpartei nehmen.

Heidelberg (dpa/lsw) - Aus Sicht der scheidenden baden-württembergischen Grünen-Parteichefin Sandra Detzer können die Bundes-Grünen aus den Erfahrungen der Südwestpartei lernen. «Alle in Baden-Württemberg wissen, dass Grün an der Regierung keine Revolution bedeutet, sondern eine stetige Evolution in Richtung Ökologie, Innovation und Zusammenhalt. Das steht auch im Bund an: Dort solide zu arbeiten und die Regierungsfähigkeit zu belegen», sagte sie in einem Interview mit der «Rhein-Neckar-Zeitung» (RNZ/Freitag).

Grün-Schwarz sei in Baden-Württemberg die richtige Entscheidung gewesen. «Das Ziel war, gemeinsam für die Breite des Landes Politik zu machen und den Zusammenhalt zu stärken.» Zugleich freut sie sich auf die Dreierkonstellation aus SPD, Grünen und FDP im Bund, wo die Zeichen ihr zufolge auf Aufbruch stehen. «Wir werden beide Varianten in Arbeit sehen - und jeweils geht es darum, konkrete Probleme zu lösen.»

Die Heidelbergerin Sandra Detzer hat die grüne Landespartei fünf Jahre geführt. Bei der Bundestagswahl verpasste sie im Wahlkreis Ludwigsburg das Direktmandat, doch über die Landesliste sicherte sich die 41-Jährige einen Platz im Bundestag. An diesem Samstag wählt der Landesparteitag eine neue Parteispitze.

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