Mit Hubschrauber-Staffel und Bergwacht im Einsatz

Vermisste Scarlett S.: Polizei startet neue Suchaktion – aus bestimmtem Grund

Die vermisste Scarlett S. ist mit einer großen Blüte auf einem Foto zu sehen.
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Scarlett S. wird seit dem 10. September vermisst.
  • vonJulia Thielen
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Scarlett S. verschwand im September beim Wandern im Schwarzwald spurlos. Seitdem gilt sie als vermisst. Nun hat die Polizei noch einmal eine Suchaktion gestartet. Aus einem Grund.

Das Schicksal von Scarlett S. beschäftigte vor wenigen Wochen ganz Deutschland. Die junge Frau war beim Wandern im Schwarzwald spurlos verschwunden. Seit Anfang September gilt sie als vermisst, weil auch tagelange Suchen* nach der 26-jährigen Studentin erfolglos geblieben waren. Auch wenn Scarlett S. bei vielen mittlerweile vielleicht unwillentlich in Vergessenheit geraten sein mag - die Polizei beschäftigt der Fall der erfahrenen Wanderin immer noch. Jetzt gab es sogar eine neuerliche Suchaktion mit Hubschrauber.

Vermisste Scarlett S.: Verschwinden im Schwarzwald noch nicht aufgeklärt

Scarlett S. war am 4. September ins baden-württembergische Stühlingen an der Schweizer Grenze gereist. Von dort aus wollte sie den beliebten Wanderweg Schluchtensteig bewältigen. Allein. Fünf der sechs Etappen konnte sie erfolgreich absolvieren. So weit konnte die Polizei, wie echo24.de* schon zuvor ausführlich berichtete, die Tage vor dem Verschwinden von Scarlett S. rekonstruieren*.

Etappen des SchluchtensteigsStart- und Zielort des Schluchtensteigs
Etappe 1 Stühlingen bis Blumberg
Etappe 2Blumberg bis Schattenmühle
Etappe 3Schattenmühle bis Fischbach
Etappe 4Schluchsee-Fischbach bis St. Blasien
Etappe 5St. Blasien bis Todtmoos
Etappe 6Todtmoos bis Wehr

Doch was nach dem schicksalhaften Morgen am 10. September geschah, ist unklar. Da war Scarlett S. noch in voller Wandermontur von den Überwachungskameras eines Supermarkts in Todtmoos aufgenommen worden. Offenbar auf dem Weg zur letzten Etappe des als schwierig geltenden Schluchtensteigs. Danach fehlt von der jungen Frau bis heute jede Spur. Die Anteilnahme war am Verschwinden von Scarlett S.* war riesig.

Scarlett S. im Schwarzwald spurlos verschwunden: Polizei startet neue Suche mit Hubschrauber

Die Polizei Paderborn, die die Ermittlungen von den Kollegen vor Ort mittlerweile wieder übernommen hat, weil Scarlett S. hier von ihrer Mutter als vermisst gemeldet worden war, geht auch weiterhin davon aus, dass die junge Frau auf dem Schluchtensteig verunglückte. Das bestätigte Pressesprecher Michael Biermann am heutigen Freitag erneut gegenüber echo24.de*: „Es gibt keine Erkenntnis, die auf ein Verbrechen schließen lassen würde.“

Scarlett S. wurde zuletzt beim Einkaufen von einer Überwachungskamera aufgenommen.

Weil die Ermittler annehmen, dass Scarlett S. beim Wandern im Schwarzwald abstürzte, wurde genau dort jetzt aus einem bestimmten Grund noch einmal auch mit Hubschrauber gesucht. Die Hoffnung besteht, dass doch noch geklärt werden kann, was der Studentin aus Bad Lippspringe zustieß.

Scarlett S. verschwunden und vermisst: Polizei mit neuer Hubschrauber-Suchaktion im Schwarzwald

„Die Polizeihubschrauber-Staffel Baden-Württemberg und die Bergwacht haben noch einmal den technisch anspruchsvollen Bereich abgesucht“, erklärt Biermann. Über mehr als vier Stunden hatten die Experten demnach am 12. November noch einmal alle Steilstellen zwischen Todtmoos und dem Wehrabecken nach Scarlett S. durchkämmt.

„Die Polizeihubschrauber-Staffel Baden-Württemberg und die Bergwacht haben noch einmal den technisch anspruchsvollen Bereich abgesucht“

Michael Biermann, Pressesprecher Polizei Paderborn

Hier sei laut Biermann die „Gefahr eines Unglücksgeschehens“ am größten. Grund für die neuerliche Suche war die nun im Herbst bessere Sicht von oben mittels Hubschrauber auf den Schluchtensteig. Da die Bäume alle Blätter mittlerweile verloren hätten, hatte man sich seitens der Polizei offenbar noch einmal Hoffnung gemacht.

Vermisste Scarlett S.: Trauriges Fazit nach neuer Suche im Schwarzwald

Doch das traurige Fazit auch nach dieser langen Suche: „Es gibt keinerlei neue Erkenntnisse“, sagt Biermann. Zu befürchten ist, dass das auch so bleiben wird. Im Winter wird der Schluchtensteig wegen seiner gefährlichen Abschnitte unpassierbar. *echo24.de ist Teil des Ippen Digital Netzwerks.

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