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Gehälter bei SAP: Das verdienen Mitarbeiter - vom Einsteiger bis zur Führungskraft

  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Was verdient man als Angestellter beim Software-Riesen SAP? BW24 gibt einen Überblick über die Gehälter von Controllern, Produktmanagern und Co.

Walldorf - Der Softwarekonzern SAP mit Sitz in Walldorf (Baden-Württemberg) gilt als das umsatzstärkste Softwareunternehmen in Europa. Mit mehr als 100.000 Mitarbeitern weltweit erwirtschaftet der Konzern rund 27,3 Milliarden Euro pro Jahr. In der Corona-Pandemie ging es SAP laut eines Personalchefs besser als je zuvor. Spiegelt sich das auch in den Gehältern der Mitarbeiter wider? BW24 gibt einen Überblick, mit welchem Einkommen ihr je nach Position bei SAP rechnen könnt.

Bereits junge SAP-Berater ohne Projekterfahrung können laut computerwoche.de Jahresgehälter zwischen 40.000 und 50.000 Euro erzielen. „Innerhalb kurzer Zeit steigen die Bezüge weiter. Nach drei bis fünf Jahren ist ein Jahresverdienst von 70.000 bis 100.000 Euro zu erreichen“, heißt es in dem Fachartikel. Um sich in diesem Maße zu steigern, müsse man aber auch „fundiertes Spezialwissen, Projekterfahrung sowie geografische Mobilität“ mitbringen.

Gehälter bei SAP: Expertise und Branche entscheidend

Entscheidend für die Gehaltsentwicklung bei SAP sind Wissen und Erfahrung, wie Thomas Biber, Geschäftsführer der auf das SAP-Umfeld spezialisierten Personalberatung Biber & Associates, erklärt. „Die Top-Fachleute verdienen oft mehr als Führungskräfte“, so Biber. Besonders Berater, die sich auf die aktuell „heißen“ SAP-Themen wie HANA, SuccessFactors, Hybris oder spezielle SAP-Logistik-Themen spezialisiert hätten, könnten auf der Gehaltsleiter ganz weit nach oben klettern, sagt er.

Ein SAP-Berater mit sechs bis acht Jahren Berufserfahrung kann auch ohne Führungsverantwortung bis zu 100.000 Euro verdienen, sagt ein Branchen-Insider.

Wie viel ein SAP-Berater verdienen kann, hängt zum einen von der Branche ab, die er berät. Chemie und Pharma vergüten am besten. Aber auch Banken, Versicherungen und die Luxusgüterbranche zahlen gut. Große Unternehmen entlohnen oft besser als kleine. Entscheidend für das Gehalt ist auch, in welcher Region man arbeitet. Im Südwesten liegen die Einkommen deutlich über den Einkommen in den neuen Bundesländern oder wirtschaftlich schwächeren Regionen. Laut Personalberater Biber können die Differenzen im Gehalt, je nach Region und Branche, bei bis zu 50 Prozent liegen. Auch erfolgsbasierte Zulagen fließen in den Lohn mit ein.

„Ein SAP-HCM-PY-Berater mit sechs bis acht Jahren Projekterfahrung kann auch ohne Führungsverantwortung bis zu 100.000 Euro verdienen, wenn er zum Beispiel bei einem renommierten Industrieunternehmen im Frankfurter Raum arbeitet“, erklärt Biber gegenüber computerwoche.de. „Ein SAP-Berater mit demselben fachlichen Hintergrund kommt in einem Unternehmen aus dem Gesundheitswesen in Ostdeutschland auf einen Jahresverdienst von rund 50.000 Euro.“ 

Controlling, Marketing, Help Desk und Co.: Das verdient man bei SAP in verschiedenen Berufen

Einen Aufschluss über die Verdienstmöglichkeiten bei SAP gibt auch das Bewertungsportal kununu. Dort wird das Durchschnittsgehalt in verschiedenen Positionen offengelegt. Die Werte ergeben sich jeweils durch zahlreiche anonyme Angaben von Angestellten auf dem Portal:

PositionDurchschnittliches Brutto-Gehalt pro Jahr
Software-Entwickler62.400 €
SAP-Berater66.700 €
Berater78.300 €
Software-Architekt97.700 €
SAP Applikationsentwickler67.700 €
Projektmanager74.800 €
IT-Berater66.300 €
Produktmanager97.700 €
Manager Business Development80.400 €
Pre-Sales Manager94.00 €
User Experience Designer60.800 €
Vertriebsmitarbeiter81.300 €
Account Manager93.200 €
Unternehmensberater64.500 €
Marketing Manager53.400 €
Controller64.00 €
Help Desk Support Specialist50.900 €
Manager117.00 €
Data Scientist62.400 €
Werkstudent14.700 €

Quelle: kununu.com

Mit ihren Gehältern sind die allermeisten SAP-Mitarbeiter sehr zufrieden, wie die Bewertungen auf dem Portal kununu zeigen. Sie wird mit 4,4 von 5 Sternen bewertet und liegt damit 22 Prozent über dem Branchendurchschnitt.

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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