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Europapark-Fans fordern Umbenennung des Themenbereichs Russland: „Aus Solidarität vielleicht in Ukraine?“

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Von: Sina Alonso Garcia

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Zu den 18 Themenbereichen im Europapark gehört auch Russland. Nach Wladimir Putins Angriff auf die Ukraine fordern Park-Fans, den Bereich abzuschaffen.

Rust - Nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine reagiert Europa zunehmend mit Sanktionen gegen Russland. Auch der Europapark in Rust sah sich in der Pflicht, seine Verbindungen zu russischen Unternehmen zu kappen und beendete vorläufig die Zusammenarbeit mit dem Sponsor Gazprom. Fans geht das jedoch nicht weit genug. Auf der Facebook-Seite des Vergnügungsparks fordern sie, den Themenbereich Russland umzubenennen.

„Sehr geehrter Herr Mack“, schreibt ein Europapark-Fan auf der Community-Seite des Parks. „In Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine wenden wir uns an Sie mit der Bitte um Umbenennung des Themenbereichs Russland - aus Solidarität vielleicht in Ukraine?“ Aufgrund der Invasion und der Gewaltverbrechen Russlands finde er, dass Russland keinen Platz mehr habe zwischen den Freien Demokraten Europas sowie im „besten Freizeitpark der Welt“.

Europapark: Wunsch nach Umbenennung des Russland-Bereichs wird laut

Mit seinem Wunsch, den russischen Themenbereich umzubenennen, steht der Mann nicht alleine da. Auch auf Twitter äußerten Nutzer die Idee, den russischen Bereich in einen ukrainischen zu verwandeln.

„Ich wäre dafür, dass man den Bereich umgestaltet - in den Farben der Ukraine“, heißt es auch von einem Fan auf Facebook. Ein weiterer hält es für sinnvoll, „ein Zeichen zu setzen und den russischen Themenbereich umzutaufen.“

Da der Ruf nach einer Umgestaltung des Russland-Bereichs immer lauter wurde, schaltete sich schließlich auch der Europapark in die Debatte ein. „Der russische Themenbereich im Europapark repräsentiert die Geschichte, das Handwerk und die Kultur dieser Nation“, schreibt der Park auf Facebook. „Die Gebäude und Malereien gehen in ihrer Thematik bis in die Zarenzeit zurück und spiegeln die weitreichende Tradition der Menschen dieses Landes wider.“

Zwar hat der Europapark mit dem Stopp der Zusammenarbeit mit Gazprom ein klares Zeichen gesetzt. Park-Fans kritisieren jedoch, dass die Kooperation lediglich pausiert und nicht endgültig beendet wurde. „Bis zur Saisonöffnung Mitte März werden als Folge der Aussetzung der Kooperation keine Logos und Hinweise auf die Gazprom-Tochter Nord Stream 2 mehr im Europapark zu sehen sein“, erklärte eine Sprecherin gegenüber den Stuttgarter Nachrichten. Bislang wurde die Pipeline im Wartebereich der Achterbahn „Blue Fire“ und im nach dem Sponsor benannten „Nord Stream 2 Dome“ vorgestellt. Dieser heißt inzwischen „Blue Fire Dome“.

Europapark: Suche nach einem neuen Sponsor aktuell kein Thema

Laut der Europapark-Sprecherin würden die Achterbahn und der „Blue Fire Dome“ auf unabsehbare Zeit „neutral präsentiert“. Die Suche nach einem neuen Sponsor sei aktuell aber kein Thema. Auf die Eintrittspreise im Park habe der Wegfall des Sponsors keine Auswirkungen, so die Sprecherin. Für die kommende Saison hatte der Park bereits Anfang des Jahres eine Preiserhöhung angekündigt.

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