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Rund 20 000 Menschen bei islamischer Friedenskonferenz erwartet

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Damaskus, Hauptstadt von Syrien, mit Umayyaden-Moschee
 Rund 20 000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden ab Freitag zur größten islamischen Konferenz in Deutschland in Rheinstetten bei Karlsruhe erwartet (Symbolbild). © IMAGO / Bruno Morandi / robertharding

Ahmadiyya Muslim Jamaat bezeichnet sich als größte islamische Gemeinde der Welt. In Deutschland zählt die Reformbewegung nach eigenen Angaben rund 50 000 aktive Mitglieder. Tausende zieht es am Wochenende aus besonderem Anlass Richtung Karlsruhe.

Rheinstetten (dpa) - Rund 20 000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden ab Freitag zur größten islamischen Konferenz in Deutschland in Rheinstetten bei Karlsruhe erwartet. Anlässlich des Kriegs in der Ukraine steht die 46. «Jalsa Salana» unter dem Motto Frieden.

Ausrichter ist die muslimische Reformbewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ). Diese bezeichnet sich als älteste islamische Gemeinschaft in Deutschland und hat hierzulande den Angaben zufolge knapp 50 000 aktive Mitgliedern und 60 Minarett-Moscheen. Die Ahmadiyya-Bewegung versteht sich als grundsätzlich unpolitisch.

Bis Sonntag soll das Fest auch als Forum für Begegnung und Austausch dienen. «Schließlich bekennen sich Zehntausende deutsche Muslime zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und setzen ein Zeichen gegen Extremismus», heißt es seitens der AMJ.

«Jalsa Salana» gibt es laut AMJ seit 1975 in Deutschland, seit 2011 in der Karlsruher Messe. In Jahren vor Corona hatten die Organisatoren mehr als 40 000 Teilnehmer gezählt - das sei die größte Veranstaltung von Muslimen in Europa. Pandemiebedingt sind dieses Mal nur 20 000 Besucher zugelassen. Geplant ist eine Übertragung im Internet über Livestreams inklusive Übersetzung in mehrere Sprachen. 2020 war der Kongress wegen Corona ausgefallen, 2021 fand er in abgespeckter Form mit 10 000 Gästen in Mannheim statt.

Geboten werden an den kommenden drei Tagen unter anderem Fachvorträge und Podiumsdiskussionen. Als Höhepunkte kündigte die AMJ für Sonntag eine Abschlussrede des weltweiten Oberhauptes der Ahmadiyya-Bewegung, Kalif Mirza Masroor Ahmad, an. Er soll live aus London zugeschaltet werden. Er lebt seit Jahren im Exil in England.

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