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Rektor der Uni Heidelberg fordert Zuschuss für Heizkosten

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Bernhard Eitel
Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg, warnt im Zuge der steigenden Energiepreise vor Einschränkungen bei Forschung und Lehre. © Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Der Rektor der Universität Heidelberg fordert einen Zuschuss für Heizkosten. Andernfalls sieht er Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit der Uni in Gefahr.

Heidelberg (dpa/lsw) - Angesichts der steigenden Energiepreise hat der Rektor der Universität Heidelberg, Bernhard Eitel, vor massiven Auswirkungen auf die Hochschule gewarnt. Eitel sagte der «Rhein-Neckar-Zeitung» (Freitag): «Nach einer ersten Schätzung rechnen wir bei den derzeitigen Energiekosten jetzt schon für dieses Jahr mit Mehrausgaben von über 13,5 Millionen Euro.» Sollten die Befürchtungen eintreffen, dass sich die Preise verdreifachten, stelle das die gesamte Finanzierung der Universität und ihre Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit in Frage.

Der Rektor warnte vor Einschränkungen. «Wenn Forschung und Lehre heruntergefahren werden, weil wir den Strom nicht mehr zahlen können, hätte das schwerwiegende Folgen nicht zuletzt für die Studierenden und die Beschäftigten bis hin zu Entlassungen.» Eitel forderte Unterstützung vom Land. Die Universitäten in anderen Bundesländern könnten bereits fest mit einem finanziellen Ausgleich rechnen. «In Baden-Württemberg werden die Energiekosten für die Pädagogischen Hochschulen und andere Hochschularten vom Land getragen, nur die Universitäten müssen als einzige selbst für ihre Energiekosten aufkommen.» Daher erwarte man, dass das Land in der aktuellen Krise unterstütze.

Die Universitäten im Land müssen nach Einschätzung der Rektorenkonferenz im Südwesten durch die derzeitigen Preissteigerungen mit Mehrkosten für Energie von voraussichtlich über 50 Millionen Euro pro Jahr rechnen.

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