Auch in Baden-Württemberg

Keine Kaufland-Übernahme: Diese 10 Real-Filialen schließen endgültig

Beleuchteter Real-Markt im Dunkeln, davor Einkaufswägen in einem Glashäuschen.
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Während viele Real-Standorte von Kaufland oder Globus übernommen werden, droht anderen die endgültige Schließung.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Der Lebensmittelhändler Real ist an vielen Standorten schon längst Geschichte. Während einige Filialen von Kaufland, Edeka oder Globus übernommen werden, gibt es für andere nun keine Perspektive mehr.

Düsseldorf/Villingen-Schwenningen - Die Handelskette Real mit ihren rund 270 Märkten steht endgültig vor dem Aus. Im vergangenen Jahr hatte der russische Eigentümer SCP den angeschlagenen Warenhändler übernommen, um ihn zu zerschlagen und weiterzuverkaufen. Inzwischen hat das Bundeskartellamt grünes Licht für die Übernahme gegeben: Kaufland darf 92 Real-Märkte übernehmen, die Supermarktkette Globus 24. Auch Edeka ist am Erwerb von bis zu 72 Real-Filialen interessiert. Jedoch bleibt das Schicksal von zahlreichen übrigen Märkten weiterhin offen.

Schon bis Mai dieses Jahres baut Kaufland 26 Real-Filialen in Deutschland um, wie Kaufland nach der Übernahme in einem Brief schreibt. Die Kette aus dem schwäbischen Neckarsulm (Kreis Heilbronn), die wie der Discounter Lidl zur Schwarz-Gruppe gehört, macht kurzen Prozess. Erst kürzlich sortierte Kaufland Regale bei Real radikal aus, um Platz für das eigene Sortiment zu machen.

Diese Real-Filialen werden endgültig geschlossen - mangelnde Interessenten für die Standorte

Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, hat Real nun die endgültige Schließung von zehn weiteren Filialen in Deutschland und auch in Baden-Württemberg angekündigt. Es gebe keine wirtschaftliche Perspektive mehr für die betroffenen Märkte. Trotz intensiver Bemühungen habe man keine Interessenten für die Standorte gefunden, betonte das Unternehmen. Am 30. September werden folgende Filialen ihren Betrieb einstellen:

  • Ansbach
  • Dortmund-Eving
  • Haßloch
  • Kenn
  • Maintal
  • Mönchengladbach-Neuwerk
  • Neustadt an der Aisch
  • Villingen-Schwenningen
  • Hannover-Linden
  • Cuxhaven

Weitere Schließungen seien laut dpa nicht ausgeschlossen. Das russische Investmentunternehmen SCP hatte bereits bei der Übernahme von Real signalisiert, dass rund 30 Geschäften in Deutschland das Aus drohe. Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte Real in einem ersten Schritt die Schließung von acht Filialen zum 31. Januar 2021 angekündigt:

  • Augsburg-Königsbrunn
  • Bitterfeld-Wolfen
  • Duisburg-Süd
  • Frankenthal
  • Goslar
  • Herten-Westerholt
  • Leißling-Weißenfels
  • Mönchengladbach-Rheydt

Hinzu kommt die Schließung der Filiale Berlin-Spandau zum 30. Juni Der Investor SCP hatte Real bereits im Frühjahr 2020 von der Metro AG erworben. In diesem Jahr sollen insgesamt 150 Märkte verkauft werden, die restlichen sollen bis Mitte 2022 abgewickelt sein, schreibt die „Lebensmittel Zeitung“. Aktuell zeigte neben Kaufland, Edeka und Globus noch ein weiteres Unternehmen Interesse an Real-Märkten, wie 24rhein.de* berichtet. So will nun auch die Bünting-Gruppe bis zu 13 Real-Geschäfte übernehmen.

Anfang Februar öffneten bereits die ersten 13 Real-Filialen als Kaufland - mit drastischen Änderungen für Kunden und Mitarbeiter. Die Übernahme stößt in der Bevölkerung auch auf Kritik. Viele Kunden sind nach dem Umbau von Kaufland bereits genervt und trauern Real nach: „Ich kann kein Kaufland mehr sehen“, schreibt eine Nutzerin auf Facebook in Bezug auf die übernommene Filiale in Hamm. „Einfach traurig“, kommentiert eine andere. *24rhein.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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