Singen

Prozess gegen zwei Polizisten beginnt: Sie sollen Elfjähirgen in Handschellen abgeführt haben

Symbolfoto
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Zwei Polizisten werden beschuldigt, einen Elfjährigen in Handschellen abgeführt haben (Symbolbild).

Zwei Polizisten müssen sich vor dem Amtsgericht Singen verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, einen Elfjährigen in Handschellen abgeführt zu haben. Die Familie klagte daraufhin.

Singen (dpa/lsw) - Zwei Polizisten werden beschuldigt, einen Elfjährigen in Handschellen abgeführt haben. Weil sie einen Einspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt haben, wird der Fall nun vor dem Amtsgericht Singen verhandelt. Die Strafbefehle von jeweils 3600 Euro lauteten auf Freiheitsberaubung und Nötigung. Gegen zwei weitere beteiligte Polizisten hatte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt.

Der Landesverband der Sinti und Roma Baden-Württemberg hatte den Beamten damals vorgeworfen, das elf Jahre alte Kind am 6. Februar in Singen (Kreis Konstanz) ohne Grund kontrolliert und in Handschellen abgeführt zu haben. Laut dem Verband soll der Junge nach seinen Personalien befragt und durchsucht worden sein. Seine Familie habe Strafanzeige unter anderem wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung und Körperverletzung im Amt erstattet, hatte ihr Anwalt mitgeteilt. Ein Sprecher des Innenministeriums hatte damals bestätigt, dass ein Junge mit angelegten Handschellen zur Polizeidienststelle in Singen gebracht wurde.

In dem Verfahren ist laut dem Amtsgericht Singen ein weiterer Verhandlungstag am 12.5. (9.30 Uhr) anberaumt.

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