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Prozess gegen Fahrlehrer wegen zweifach versuchten Mords - Urteil wird erwartet

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Amts- und Landgericht Baden-Baden
Im Sommer 2020 soll der Mann den Wagen seiner wesentlich jüngeren Ex-Freundin, in dem auch der neue Partner saß, mit seinem SUV wiederholt gerammt haben.  © Uli Deck/dpa/Archivbild

Mehrfach soll ein Fahrlehrer mit seinem SUV das Auto seiner Ex gerammt haben. Doch wollte er die Frau und ihren neuen Partner töten? Im Prozess wird nun das Urteil erwartet.

Baden-Baden (dpa) - Im Prozess gegen einen 76-jährigen Fahrlehrer wegen zweifachen versuchten Mordes mit Hilfe eines Geländewagens will das Landgericht Baden-Baden am Freitag das Urteil sprechen. Am Vormittag (ab 10.30 Uhr) sollen die Parteien nach Auskunft einer Sprecherin plädieren. Für den Nachmittag werde das Urteil erwartet.

Im Sommer 2020 soll der Mann den Wagen seiner wesentlich jüngeren Ex-Freundin, in dem auch der neue Partner saß, mit seinem SUV wiederholt gerammt haben. Er soll auch noch auf sie zugefahren sein, als sie das Auto verließen. Die Frau erlitt Prellungen und Hämatome, beide konnten aber flüchten. Der Angeklagte stellte sich der Polizei.

Fahrlehrer wollte Ex angeblich nicht töten - nur Fahrschulwagen zerstören

Das mögliche Motiv verquickt Privates mit Beruflichem: Die Frau hatte sich von dem 76-jährigen getrennt und als Inhaberin der Fahrschule dem Fahrlehrer gekündigt, der zugleich Geschäftsführer war. Der neue Freund sollte ebenfalls als Fahrlehrer in der Firma tätig sein.

Vor dem Landgericht hatte der Angeklagte beim Prozessauftakt Ende März eingeräumt, mit seinem Wagen mehrfach absichtlich das Auto seiner Ex-Freundin gerammt zu haben. Er habe sie aber nicht töten wollen, sagte er, sondern nur den Fahrschulwagen zerstören.

Die Staatsanwaltschaft geht dagegen von Heimtücke aus. Dem nicht vorbestraften Angeklagten wirft sie neben versuchtem Mord in zwei Fällen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vor, gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung und Unfallflucht.

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