1. bw24
  2. Baden-Württemberg

Prestigeduell auf dem Betzenberg: Schuster trifft auf Ex-Klub Karlsruhe

Erstellt:

Kommentare

1. FC Kaiserslautern - Dynamo Dresden
Gegen den KSC werden 42.000 Zuschauer auf dem Betzenberg in Kaiserslautern erwartet. © Uwe Anspach/dpa

Vor dem Südwestderby der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC herrschen bei beiden Klubs völlig unterschiedliche Gemütslagen.

Kaiserslautern (dpa) – Während der Aufsteiger aus der Pfalz mit 23 Punkten als Tabellensiebter ins Spiel am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) geht, steckt der KSC in einem Formtief und reist mit fünf Pflichtspielniederlagen in Serie ins Fritz-Walter-Stadion. Trotzdem rechnet Kaiserslauterns Trainer Dirk Schuster am Dienstagabend mit einem starken Gegner.

„Die Karlsruher haben trotz der Ergebnisse teilweise gute Leistungen gebracht. Sie werden bei uns alles dransetzen, ihren Negativlauf zu beenden und uns alles abverlangen“, sagte Schuster.

Für ihn ist das Spiel eine Reise in seine eigene Vergangenheit. Der 54-Jährige war von 1991 bis 1997 für Karlsruhe aktiv. Begegnungen mit dem KSC seien für ihn aber nichts mehr Besonderes. Schließlich sei die Zeit als Spieler schon 25 Jahre vorbei. „Das ist ein Verein, wo man genauer hinschaut, aber das extreme Herzblut nach so langer Abwesenheit nicht mehr dabei“, sagte Schuster, der seine Startelf am Dienstag auf mindestens einer Position verändern muss. Erik Durm sah beim Lauterer 3:2-Sieg am Samstag bei Arminia Bielefeld seine fünfte Gelbe Karte und ist gesperrt. Dagegen sind Kapitän Jean Zimmer und Kevin Kraus wieder eine Option. Der Einsatz von Hendrick Zuck ist nach Krankheit noch fraglich.

Der Karlsruher SC wartet derweil seit dem 7. Oktober auf ein Erfolgserlebnis. Die vergangenen fünf Pflichtspiele gingen allesamt verloren. Am Samstag setzte eine herbe 1:4-Heimpleite gegen Holstein Kiel. Nur noch zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Sollte den Badenern am Dienstag der erste Derbysieg in Kaiserslautern seit dem 24. Oktober 1992 gelingen, dürfte sich die Stimmung aber schlagartig verbessern. Coach Christian Eichner, der vor der Saison als Ziel den Klassenerhalt ausgegeben hatte, wollte die Partie auf dem Betzenberg nicht zu einem Schicksalsspiel oder ähnlichem hochstilisieren. 

„Wir müssen schauen, dass wir auf dem Platz inhaltlich sauber bleiben. Dass wir die Emotionen mitbringen, die dieses Spiel bedarf, alles aber in gute Bahnen gelenkt bekommen“, sagte der 39-Jährige. Bei diesem Vorhaben dürfte Eichner froh sein, dass er wieder auf Kapitän Jerôme Gondorf bauen kann, der eine Gelb-Sperre abgesessen hat. Dagegen wird Verteidiger Stephan Ambrosius höchstwahrscheinlich ausfallen. Der zuletzt gesetzte Abwehrspieler musste gegen Kiel angeschlagen ausgewechselt werden.

Die Polizei stuft die Begegnung als Risikospiel ein. Die Sicherheitsbehörden haben zusammen mit dem 1. FC Kaiserslautern in und um das Fritz-Walter-Stadion ein Alkoholverbot angeordnet. Zudem sollen die rivalisierenden Fangruppen strikt getrennt werden. Für das Südwestderby waren bis Montagnachmittag 42.000 Karten verkauft - aus Karlsruhe werden etwa 4500 Fans erwartet.

Auch interessant

Kommentare