„Unvernunft kehrt zurück“

Polizei räumt nach Randale und Gewalt Festgelände in Konstanz

Ein Polizeiauto rauscht mit Blaulicht durch die Nacht.
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In Konstanz musste die Polizei einschreiten, als am Freitagabend die Situation am Bodenseeufer eskalierte.

Bis zu 500 Menschen zog es am Wochenende ans Bodenseeufer in Konstanz. Friedlich blieb es dabei aber nicht: Nach Diebstählen, Brandstiftung und Angriffen räumte die Polizei das Gelände. Innenminister Strobl verurteilt das Verhalten der Randalierenden.

Konstanz (dpa/lsw) - Nach Randale und Gewalt am Bodenseeufer hat die Polizei ein Festgelände in Konstanz geräumt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, kam es unter den bis zu 500 Besuchern am Freitagabend zu mehreren körperlichen Auseinandersetzungen. Vier Menschen seien deshalb festgenommen worden. Später zündeten demnach Unbekannte mehrere Stühle einer Strandbar auf dem Gelände an, die Feuerwehr musste den meterhohen Brand löschen.

Nachdem die Stimmung in der Folge immer aggressiver geworden sei, hätten die Beamten das Areal geräumt, teilte die Polizei mit. Rund 300 Menschen seien des Geländes verwiesen worden. Bei zehn Menschen mussten die Beamten demnach durch Schieben nachhelfen, ein Polizist sei dabei von einem Angreifer leicht verletzt worden.

Darüber hinaus wurden der Polizei im Laufe des Abends demnach mehrere Diebstähle gemeldet, die Beamten nahmen deshalb zwei Männer fest. Eine Besucherin gab zudem an, eine Gruppe um die beiden habe mehrere Frauen sexuell belästigt. Bislang hätten sich bei der Polizei aber keine Opfer solcher Übergriffe gemeldet, sagte eine Polizeisprecherin am Montagnachmittag. Die Ermittlungen dazu dauerten an.

Innenminister Thomas Strobl verurteilte das Verhalten der Randalierenden. «Randale und Übergriffe auf Sicherheitskräfte tolerieren wir nicht», sagte der CDU-Politiker am Montag in Stuttgart. «Wir alle wollen zurück zu mehr Normalität – leider kehrt mancherorts auch die Unvernunft zurück.» Die Polizei werde aber weder in Konstanz, noch in anderen Städten im Land Randale zulassen, sondern «konsequent einschreiten», sagte Strobl.

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