Attacke in Remseck

Kontrolle eskaliert: Mann würgt Polizeihund und wird krankenhausreif gebissen

Ein Personenspürhund der Polizei wird trainiert.
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In Remseck verteidigte sich ein Polizeihund gegen einen Würgeangriff. (Symbolbild)
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Bei einer Polizeikontrolle griff ein Mann in Remseck am Neckar den Diensthund an. Das Tier ließ sich das nicht gefallen - die Situation eskalierte.

Remseck (Neckar) - „Wie du mir, so ich dir“ - das dachte sich vermutlich ein Polizeihund, als er sich gegen einen offenbar geistig verwirrten Mann in Remseck am Neckar (Kreis Ludwigsburg*) wehrte (BW24* berichtete). Wie die Polizei mitteilte, griff der 30-Jährige den Hund am Dienstagabend auf der Hochberger Straße an und würgte ihn am Hals. Der Hund verteidigte sich, biss zu und verletzte den Mann dabei schwer.

Bevor die Situation derartig eskalierte, hatten Passanten den Mann bereits mit einem Anruf beim Polizeipräsidium Ludwigsburg* als auffällig gemeldet. Sie hatten beobachtet, wie der Mann an der Bushaltestelle „Wilhelmsplatz“ randalierte und andere Menschen bedrohte. Bei ihrem Eintreffen fanden die Beamten den 30-Jährigen in einem psychischen Ausnahmezustand vor einer zerbrochenen Glasscheibe der Bushaltestelle vor.

Hund wehrt sich gegen Attacke und beißt den Angreifer krankenhausreif

„Als er die Polizisten erkannte, stand der Mann schlagartig auf und lief schreiend auf die Einsatzkräfte zu“, heißt es im Polizeibericht. „Der Tatverdächtige suchte weiter aggressiv die Auseinandersetzung mit den Polizisten.“ Trotz mehrfacher Aufforderung, Abstand vom Diensthund zu halten, packte der Mann das Tier am Hals. Doch er hatte die Rechnung nicht mit der Widerstandskraft des Hundes gemacht.

Von dem Würgeangriff sichtlich von der Rolle, verteidigte sich der Polizeihund mit Bissen und verletzte den 30-Jährigen dabei schwer. Die Beamten leisteten Erste Hilfe, anschließend brachte der Rettungsdienst den Verletzten unter Polizeibegleitung ins Krankenhaus. Dort musste der Mann weiter durch Polizisten bewacht werden, bevor er in eine psychiatrische Einrichtung gebracht wurde.

Dem bisherigen Ermittlungsstand nach soll der Mann im Vorfeld mehrere Passanten bedroht und beleidigt haben, die teilweise bei Eintreffen der Einsatzkräfte nicht mehr vor Ort waren. Diese werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07154 1313 0 mit dem Polizeirevier Kornwestheim in Verbindung zu setzen. *BW24 ist ein Angebot von Ippen.Media.

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