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Ermittler informieren über «bislang größten Fund von Crystal Meth»

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Crystal Meth
Das Foto zeigt einen Fund der synthetischen Droge Crystal. © David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Es ist billig und macht schnell süchtig: Die bislang größte Menge der Droge Crystal Meth in Deutschland ging nach eigenen Angaben der Polizei in Heilbronn ins Netz. Nun informieren die Ermittler über den Fall.

Heilbronn (dpa/lsw) - Ein deutlicher Schlag gegen die Drogenkriminalität: Ermittler in Heilbronn haben nach eigenen Angaben die bislang größte Menge der Droge Crystal Meth in Deutschland beschlagnahmt. Bei einer Pressekonferenz am Freitag (14.00) in Heilbronn wollen das Polizeipräsidium und die Staatsanwaltschaft über den genauen Umfang und die Verdächtigen in dem Fall informieren.

Dem Zugriff auf die Drogen sind den Angaben zufolge intensive Ermittlungen vorausgegangen. Der Stoff Methamphetamin sei bereits in den vergangenen Wochen beschlagnahmt worden, sagte eine Sprecherin der Polizei. Nähere Angaben, etwa zur genauen Menge der Drogen, machten die Ermittler zunächst nicht.

Das synthetisch hergestellte Crystal Meth bezeichnet eine Kristallform von Methamphetamin, was wiederum eine Abwandlung des Aufputschmittels Amphetamin ist. Auch das seit den 90er Jahren als Partydroge genutzte Ecstasy ist aus Amphetamin abgeleitet. Meth hat ein höheres Abhängigkeitspotenzial als andere illegale Drogen, ist gleichzeitig aber recht billig.

Erst im September informierte der Zoll über einen äußerst großen Fund der Droge im Hamburger Hafen. Die 182 Kilogramm Crystal Meth hatten Ermittler bereits im Mai dieses Jahres sichergestellt. Es handle sich um den bisher größten Einzelfund hierzulande, hieß es. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, wurde die Öffentlichkeit den Angaben nach erst später informiert. Die Drogen waren aufwendig in Maschinen zur Wasseraufarbeitung versteckt. Eine Röntgenkontrolle hatte verdächtige Strukturen zum Vorschein gebracht. Den Schwarzmarktwert des Rauschgifts schätzte der Zoll auf etwa 14 Millionen Euro.

Ein anderes Versteck wählten Drogenhändler bei Frachtsendungen, die dem Zoll am Münchner Flughafen in die Hände fielen. Die Drogen in Frachtsendungen aus Laos waren in Kleiderbügeln versteckt, als Instant-Kaffee oder Tee getarnt, wie der Zoll im Juni mitgeteilt hatte. Die größte Lieferung - 1,5 Kilo Methamphetamin - wurde demnach bereits Ende April in einer Frachtsendung gefunden, wo sie in Kleiderbügeln aus Holz versteckt war.

Drogenhändler zeigen sich immer wieder kreativ: Auch in Buntstift-Verpackungen wurde Crystal Meth bereits geschmuggelt, wie Ermittler am Flughafen Köln/Bonn schon im November 2021 feststellen mussten.

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