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Tailfingen: Hausbewohner in Tailfingen hält Reh für Einbrecher – Polizei rückt mit Hubschrauber aus

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Von: Franziska Schuster

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Ein Reh blickt nach rechts
Ein verirrtes Reh hat in Tailfingen (Zollernalbkreis) einen Polizeieinsatz samt Hubschrauber ausgelöst. © Pius Koller/imago images

Einen Kriminellen der anderen Art entdeckte die Polizei in Tailfingen: Was ein Mann als „maskierten Einbrecher“ beschrieb, stellte sich später als Reh heraus.

Tailfingen - Die Polizei in Baden-Württemberg erlebt bei ihren Einsätzen oft auch Kurioses. Die Beamten der Wache in Tailfingen (Zollernalbkreis) hatten es jedoch mit einem Notruf der besonderen Art zu tun.

Weil der Bewohner eines Hauses einen Einbrecher auf seinem Grundstück zu sehen glaubte, alarmierte er die Polizei. Die rückte sogar mit einem Polizeihubschrauber an und konnte den Übeltäter stellen. Der Einbrecher passte jedoch so gar nicht zur Personenbeschreibung des Anwohners.

Von wegen Einbrecher: Ein Reh löst Polizeieinsatz in Tailfingen aus

Der Notruf ging am Freitag (11. Februar) gegen 22 Uhr bei der Polizei ein, berichtet der Zollern Alb Kurier. Ein „maskierter Einbrecher“, wie der Mann ihn beschrieb, schleiche um sein Haus und versuche einzubrechen, sagte der Bewohner den Beamten. Die zogen sofort alle Register und schickten einen Hubschrauber los, um den mutmaßlichen Kriminellen dingfest zu machen.

Doch anstatt eines maskierten Mannes entdeckten die Polizisten etwas ganz anderes im Garten des „Opfers“: Ein Reh hatte sich dorthin verirrt. „Ob das Reh maskiert war, können wir nicht bestätigen“, so ein Sprecher der Polizei am Sonntagnachmittag.

Zu solch tierischen Einsätzen werden Ordnungshüter immer wieder gerufen. In Stuttgart sperrte die Polizei sogar eine Straße, um einer verirrten Entenfamilie einen sicheren Heimweg zu ermöglichen. Die Entenmutter war mit ihren Küken auf der Theodor-Heuss-Straße unterwegs und wusste offenbar nicht weiter. Die Polizisten brachten die gefiederte Familie dann kurzerhand in einem Karton zum Eckensee am oberen Schlossgarten.

Polizei im Land rückt häufig zu tierischen Einsätzen aus - nicht immer enden sie gut

Weitaus häufiger hört man jedoch von Einsätzen wegen ausgebüxter Pferde. Auf der A5 bei Weil am Rhein rettete ein Mann ein entlaufenes Tier und übergab es den Beamten.

Doch nicht immer gibt es ein Happy End. In Horgenzell kollidierte ein betrunkener Autofahrer mit einem Pferd, das sich zuvor mit drei weiteren Tieren aus seinem Freigehege befreit hatte. Das Tier starb noch an der Unfallstelle.

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