Nach Schnitzeljagd im Wald

Horror-Geburtstag endet für Kinder in Notaufnahme - Experte: „Es waren keine Bienen, sondern Wespen“

Eine Wespe sitzt auf einem Tisch.
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Zunächst ging man davon aus, dass Bienen die Kinder angegriffen haben. Eine Experte bestätigt jedoch, dass es Wespen waren. (Symbolbild)
  • Anna-Lena Schüchtle
    vonAnna-Lena Schüchtle
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Während eines Kindergeburtstags machten zehn Personen eine Schnitzeljagd durch den Wald bei Pforzheim. Als ein Kind auf einen morschen Baumstamm trat, wird die Gruppe plötzlich angegriffen.

  • In Pforzheim kam es am Mittwochmittag zu einem Vorfall, bei dem mehrere Kinder schwer verletzt wurden und ins Krankenhaus gebracht werden mussten.
  • Während eines Kindergeburtstags machte die zehnköpfige Gruppe eine Schnitzeljagd durch den Wald, als sie plötzlich von einem Bieneschwarm angegriffen wurde.
  • Eines der Kinder war aus Versehen auf einen morschen Baumstamm getreten.

Update, 17:25 Uhr: Nachdem in den Nachrichten überall von Bienen als Angreifer die Rede war, gab der Pforzheimer Bienenexperte Rüdiger Schmidt den Badischen Neuesten Nachrichten ein Interview und stellte fest: „Es waren keine Bienen, sondern Wespen“.

Dem Bienensachverständigen der Pforzheimer Südstadt sei es merkwürdig vorgekommen, dass Bienen so aggressiv reagiert haben sollen und sah sich den Tatort daher genau an. „Wespen bauen an ihrem Nest in Schichten beziehungsweise Etagen, Bienen bauen ihre Waben dagegen parallel“, so der Experte. „Auch an den Tieren selbst war für mich klar zu erkennen, dass es Wespen sind“.

Rüdiger Schmidt geht davon aus, dass die Menschen vor Ort deshalb geglaubt haben, dass es sich bei den Angreifern um Bienen handelt, weil sie den Kindern Stachel aus den Stichen gezogen haben. Aber: „Sie werden die Wespen wohl abgestreift haben, es waren ja offenbar sehr viele. Dabei dürften dann die Stachel abgeknickt sein, daher sind sie steckengeblieben“. Anders als Bienen, haben Wespen keinen Widerhaken und können deshalb mehrmals stechen.

Stech-Alarm bei Geburtstag: Mehrere Kinder von Bienen in Wald bei Pforzheim angegriffen

Büchenbronn/Pforzheim - Damit haben die Eltern eines Geburtstagskinds in Pforzheim - etwa 40 Kilometer nordwestlich von Stuttgart - bei der Organisation der Feier bestimmt nicht gerechnet: Geplant war eine Schnitzeljagd durch den Wald im Stadtteil Büchenbronn - am Ende mussten Rettungskräfte und die Polizei anrücken.

Während die zehnköpfige Gruppe am Mittwochmittag durch den Wald streifte, hielten sich die Kinder beim Spielen nicht nur auf dem vorgegebenen Pfad auf, sondern liefen auch durch das Unterholz der Bäume. Dabei soll eines der Kinder aus Versehen auf einen morschen Baumstamm getreten sein.

Wie die Feuerwehr Pforzheim Karlsruher Insider mitteilte, sollen daraufhin unzählige Bienen aufgescheucht worden sein. In dem Baumstamm hatte sich ein Nest befunden, welches die Insekten aggressiv zu verteidigen versuchten. „Die Kinder müssen von den Bienen richtig attackiert worden sein“, wird der Einsatzleiter der Feuerwehr zitiert.

Die Kinder zwischen sieben und elf Jahren wurden mehrfach von den verschreckten Tieren angegriffen und sogar verfolgt. Sieben von ihnen erlitten mehrere Stichwunden. Fünf der Kinder mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Zwei Rettungshubschrauber sowie eine Vielzahl von Rettungskräften und Feuerwehrleuten sowie die Polizei waren wegen des Bienenangrifss im Einsatz. Nach einer ambulanten Behandlung konnten die Kinder zum Glück wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden

Bienen greifen Kinder während Geburtstagsfeier an - sie wollten nur ihr Nest verteidigen

Bienen sind im Normalfall nicht gefährlich und greifen in der Regel auch nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Die Insekten sind sogar sehr nützlich, da sie als Bestäuber „eine zentrale Rolle im Erhalt unseres Ökosystems“ spielen, wie der Naturschutzbund NABU auf seiner Seite erklärt.

Als weitaus lästiger empfinden viele Menschen gerade im Sommer die Anwesenheit von Wespen. BW24 sprach mit einem Experten vom BUND Baden-Württemberg, der erklärte, warum es dieses Jahr so viele Wespen gibt. In Stuttgart tauchte jüngst ein weiteres Insekt auf, vor dem Bill Gates bereits vor Jahr gewarnt hatte. Es soll sich dabei um das tödlichste Tier der Welt handeln.

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