„Poser“-Autos und laute Musik

Party im Parkhaus: Mannheimer Rapper filmt Musikvideo - Polizei sprengt den Dreh

Ein Kameramann filmt Rapper vor getunten Autos in Mannheim
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So ähnlich wie dieser legale Dreh in Mannheim dürfte auch das verbotene Shooting in dem Parkhaus ausgesehen haben (Symbolfoto)
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Weil sie Lärm aus einem Parkhaus hörte, rief eine Mannheimerin die Polizei. Am Ort des Geschehens stießen die Beamten auf einen illegalen Video-Dreh.

Mannheim - Nicht alle können mit den Maßnahmen und Verboten* zum Schutz vor dem Coronavirus* gut leben. Manchen fehlt ihr Party-Leben scheinbar so sehr, dass sie ein hohes Bußgeld in Kauf nehmen und die Korken knallen lassen - komme, was wolle. Erst kürzlich feierte eine 23-Jährige in Stuttgart trotz Corona eine Geburtstagsparty. In Mannheim und Heidelberg löste die Polizei gleich mehrere Corona-Partys auf.

Nun musste die Mannheimer Polizei abermals eine illegale Versammlung auflösen. Unglaubliche Szenen spielten sich in einem Parkhaus in der Schwetzingerstadt ab. Mit insgesamt 29 Personen und „Poser“-Autos drehte ein lokaler Rapper ein neues Video - ohne, dass der Dreh vorher genehmigt war. Trotz Verbot hatte sich die Crew am Dienstagabend in dem Parkhaus in der Kepplerstraße versammelt, wie die Polizei Mannheim berichtete.

Mit sieben Streifenwagen und weiteren Einsatzkräften sprengte die Polizei die Party dann um 20 Uhr. Zuvor hatte eine Parkhaus-Mitarbeiterin gemeldet, dass mehrere „aufgemotzte Poser-Autos“ lärmend ins Parkhaus eingefahren wären und die jungen Leute nun eine laute Party auf dem unteren Parkdeck veranstalten würden. Als die Polizei dann im Großaufgebot eintraf, bekamen einige „PS-Protze“ jedoch kalte Füße und versuchten, über das Treppenhaus zu fliehen. Andere starteten den Motor, um vor der Kontrolle abzuhauen.

Da die Fluchtversuche misslangen, mussten sich die Party-Gäste im Alter von 18 bis 30 Jahren am Ende doch der Polizei stellen. Ihnen droht jetzt ein Bußgeldverfahren wegen des Verstoßes gegen die aktuelle Corona-Verordnung. Doch nicht nur das: Weil sie Messer und Schlagring mitführten, wurden zwei der „Poser“ wegen Waffenbesitzes belangt. Ein weiterer Akteur muss sich zudem wegen Fahrens unter Drogeneinfluss verantworten. Außerdem wurde ein Fahrzeug beanstandet - es war so aufgemotzt, dass die Betriebserlaubnis erloschen war.

Während des Einsatzes filmten die Beteiligten fleißig die Polizisten, um sie in ihr Video mit einzubeziehen. Auch dagegen kündigte die Polizei Mannheim rechtliche Schritte an. Die Aufnahme sei verboten, da die Beamten in ihrem Einsatz nicht öffentlich gesprochen hätten.

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