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Omikron-Welle auch in Schulen - Opposition fordert mehr Tests

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Ein Kind nimmt einen Corona-Test an sich vor.
Die Landtagsopposition fordert regelmäßige Testungen in den Schulen. © Matthias Bein/dpa

Schulen sind bisher nicht geschlossen. Doch die Omikron-Welle beeinträchtigt den Lehrbetrieb. Zahlreiche Lehrkräfte und Schüler sind infiziert. Aus der Landtagsopposition kommt Kritik.

Stuttgart (dpa/lsw) - Zwei Wochen nach den Ferien ist die Omikron-Welle auch in den Schulen im Südwesten nicht mehr zu übersehen. Nach Angaben des baden-württembergischen Kultusministeriums waren am Ende der zurückliegenden Woche 390 Klassen in Quarantäne oder zumindest aus dem Präsenzbetrieb herausgenommen. Eine Woche zuvor waren es noch 27 gewesen. Außerdem meldeten Schulen 1031 infizierte Lehrkräfte. 716 Lehrerinnen und Lehrer seien in Quarantäne.

Der SPD-Fraktionschef im Landtag, Andreas Stoch, forderte angesichts dieser Entwicklung von der grün-schwarzen Landesregierung, den Corona-Schutz zu verbessern. «Es braucht noch mehr Tests, und zwar für alle Schulkinder ebenso wie für alle Lehrkräfte», erklärte Stoch laut einer Mitteilung. FFP2-Masken müssten in der Schule jedem zur Verfügung gestellt und Impfangebote ausgeweitet werden. Stoch sprach sich auch dafür aus, Luftfilter in jedem Klassenzimmer zu installieren.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Landesverband für Bildung und Erziehung (VBE) forderten ebenfalls ausreichend Tests und FFP2-Masken für Lehrkräfte sowie für ältere Schüler und Schülerinnen. Für Lehrerinnen und Lehrer verschickt das Kultusministerium im Januar nach eigenen Angaben insgesamt 2,6 Millionen FFP2-Masken.

Die Zahl der positiv getesteten Schülerinnen und Schüler lag laut Ministerium bei 16 809 - das waren mehr als doppelt so viele als vor einer Woche. 18 347 waren am Freitag in Quarantäne. Nach wie vor seien aber keine Schulen geschlossen, hieß es.

Das Gesundheitsministerium erklärte, die Fallzahlen ließen nicht auf ein besonders hohes Infektionsrisiko für Kinder und Jugendliche an Schulen schließen. «In Kitas und Schulen finden ohne Zweifel auch Übertragungen statt. Sie sind jedoch auch Einrichtungen, in denen wie kaum an anderen Stellen des öffentlichen Lebens durch regelmäßige Testung das Infektionsgeschehen sehr engmaschig kontrolliert wird.», Um Ansteckungen aufzudecken, seien Schüler und Schülerinnen nach den Winterferien verstärkt getestet worden.

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