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Oberrheinregion muss in Energiekrise zusammenarbeiten

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Visualisierung einer Straßenüberdachung mit Photovoltaik.
Im Energiebereich sind bereits Fortschritte zu verzeichnen. (Symbolfoto) © Fraunhofer ISE

In der Energiekrise muss die Oberrheinregion nach Auffassung der Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer grenzüberschreitend zusammenarbeiten.

Straßburg (dpa/lsw) - „Die großen Ausbaupotenziale liegen bei der Windkraft und der Photovoltaik“, sagte Schäfer am Donnerstag in Straßburg am Rande eines Treffens mit Vertreterinnen und Vertretern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Ein Regierungspräsidium hat in Deutschland eine wichtige Rolle bei der Regionalplanung.

„Ich sehe bisher keine Windkraftanlagen in den Vogesen in Ostfrankreich. Wir können da unterstützen, beispielsweise bei Bürgerdialogen“, sagte Schäfer der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind ein starker Wirtschaftsstandort, die Energiekrise trifft uns hier am Oberrhein deshalb ganz besonders hart.“ Sie verwies darauf, dass Deutschland und Frankreich in der Krise bereits kooperieren. Paris baut im Winter auf Stromlieferungen aus Deutschland und will im Gegenzug mit Gas aushelfen.

Im Energiebereich seien bereits Fortschritte zu verzeichnen, bilanzierte Schäfer. „Es gibt das Vorhaben, dass die Badischen Stahlwerke in Kehl einen Stadtteil von Straßburg mit Abwärme versorgen werden.“ Möglich seien weitere Projekte mit Modellcharakter. Schäfer nannte eine Recyclinganlage für Autobatterien: „Da ist die Technologie schon sehr weit. Wenn wir einen großen Player in die Region bekämen, wäre das gigantisch.“

In einem neuen EU-Förderprogramm gebe es auch das Projekt eines wasserstoffbetriebenen Blockheizkraftwerks.

Erst in vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass für den grenzüberschreitenden Umweltschutz im deutsch-französisch-schweizerischen Raum aus EU-Mitteln 10,8 Millionen Euro fließen können.

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