Streit mit dem Vater

Nach tödlichem Angriff mit Pfanne: Urteil in Mannheim gefallen

Justitia
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Eine Figur der blinden Justitia.

Ein Mann wird von der Polizei betrunken zu seinem Vater gebracht. In dessen Wohnung kommt es zum Streit und einem Angriff mit einer Pfanne - mit tödlichem Ausgang für den Vater. Das Landgericht Mannheim fällt jetzt das Urteil über den geständigen Sohn.

Mannheim (dpa/lsw) - Im Prozess um einen tödlichen Angriff mit einer Pfanne verkündet das Landgericht Mannheim am Dienstag (11.30) sein Urteil. Der mutmaßliche Täter hatte zum Auftakt der Verhandlung die Verantwortung für den Tod seines Vaters übernommen. Er erinnere sich zwar nur bruchstückhaft an das Geschehen, wolle seine Täterschaft aber nicht in Abrede stellen, hatte der Mittdreißiger über seinen Rechtsanwalt mitteilen lassen. Die Staatsanwaltschaft fordert sechseinhalb Jahre Haft wegen Totschlags. Die Verteidigung stellte keinen bezifferten Antrag.

Der Mann hat laut Anklage im Januar in Hockenheim seinen 59-jährigen Vater mit bedingtem Tötungsvorsatz umgebracht. Polizeibeamte hatten ihn zuvor am 14. Januar betrunken aufgegriffen und zu seinem Schutz in die Wohnung seines Vaters in Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) gebracht.

Dort kam es am nächsten Tag aus unbekannter Ursache zum Streit. Laut Anklage schlug der erneut betrunkene Sohn seinem Vater sechs Mal die Pfanne auf den Kopf. Ein vom mutmaßlichen Täter herbeigerufener Notarzt konnte den schwer verletzten Mann nicht mehr retten. Zudem ist der Mittdreißiger wegen des Widerstands gegen Polizeibeamte bei einem anderen Vorfall Ende 2020 angeklagt.

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