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Nach brennender Regenbogenfahne und Verletzten ermittelt Staatsschutz

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Regenbogenflagge
Nach Angaben der Polizei war am späten Samstagabend in Karlsruhe eine Regenbogenflagge angezündet worden. © Wolfgang Kumm/dpa/Illustration

Nach einer Auseinandersetzung mit mehreren Verletzten nach dem Christopher Street Day (CSD) in Karlsruhe ermittelt der Staatsschutz.

Karlsruhe (dpa/lsw) - Nach einer Auseinandersetzung mit mehreren Verletzten nach dem Christopher Street Day (CSD) in Karlsruhe ermittelt der Staatsschutz. Nach Angaben der Polizei war am späten Samstagabend eine Regenbogenflagge angezündet worden; eine bis zu 30-köpfige Gruppe habe mehrere Menschen verletzt. Eine Person kam ins Krankenhaus. Bislang seien keine Verdächtigen ermittelt worden, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Die Polizei sieht sich zugleich Vorwürfen ausgesetzt, wonach sie zu spät in das Geschehen eingegriffen und «vor Ort und in der Folge nicht mit der gebotenen Intensität ermittelt» habe. Auch dazu laufen kriminalpolizeiliche Ermittlungen. «Ziel ist, die Abläufe lückenlos aufzuklären und die Fakten festzuhalten», so die Polizei. Sie bittet um Zeugen-Hinweise.

Nach Darstellung des Vereins queerer Beschäftigter in Polizei, Justiz und Zoll in Baden-Württemberg und Bayern (VelsPolSÜD) soll die Person mit der Regenbogenflagge von den Angreifern umzingelt, beleidigt und geschlagen worden sein. Zu Hilfe eilende Besucher seien auch attackiert worden. Es seien Vorwürfe gegen die Polizei bekannt geworden, wonach diese nur zögerlich eingeschritten sei und «vermutlich» auch aus ihren Reihen queerfeindliche Äußerungen gefallen seien. Linken-Landessprecherin Sahra Mirow forderte Aufklärung: «Queerfeindlichkeit darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.»

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