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Museum Ulm stellt Ausstellung zu umstrittenen Krippenfiguren vor

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Heilige Drei Könige aus Krippe des Ulmer Münsters
Die Figur des Melchior (2.v.l) steht neben den anderen Figuren der Heiligen Drei Könige. © Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Als die Ulmer Münstergemeinde 2020 die Krippenfiguren aus der Kirche verbannt, ist die Kritik groß und kommt von vielen Seiten. Eine neue Ausstellung am Museum Ulm möchte die Debatte nun in einen größeren Kontext stellen.

Ulm (dpa/lsw) - Nach der bundesweiten Debatte um die Krippenfiguren aus dem Ulmer Münster soll nun eine Ausstellung im Museum Ulm einen neuen Blick auf die umstrittene Darstellung der Heiligen Drei Könige bieten. Bei einem Pressegespräch am Donnerstag (11.00 Uhr) stellt das Museum die Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit vor. Für Besucher ist die Ausstellung unter dem Titel «Wir müssen reden! Die Münster-Krippe im Meinungsstreit» ab Samstag zu sehen.

Das Museum möchte damit eine kunstwissenschaftliche Einordnung der Krippenfiguren in das Werk ihres Erschaffers Martin Scheible geben, wie ein Sprecher mitteilte. Zudem soll in der Ausstellung die Dreikönigstradition und ihre bildliche Umsetzung durch die Jahrhunderte sowie die Bewertung der schwarzen Königsfigur im Kontext ihrer Zeit vermittelt werden.

Im Oktober 2020 war bekannt geworden, dass die Ulmer Münstergemeinde die Krippenfiguren wegen einer aus heutiger Sicht rassistischen Darstellung des Melchior nicht mehr zeigen möchte. Die Entscheidung hatte bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt und vielfach Kritik hervorgerufen.

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