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Ministerium in der Kritik: Kein Geld vom Land für Beschaffung von Schullaptops

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Norbert Brugger
Norbert Brugger spricht. © picture alliance / dpa/Archivbild

Das Kultusministerium in Baden-Württemberg sieht weiterhin die Kommunen am Zug, wenn es um die Beschaffung zusätzlicher Laptops für Schüler und Lehrkräfte geht.

Stuttgart (dpa/lsw) - Im Entwurf für den Doppelhaushalt habe die Landesregierung deshalb kein Geld dafür vorgesehen, berichten die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten (Dienstag).

Die Ausstattung der Schulen sei Aufgabe der Schulträger, teilte ein Ministeriumssprecher am Montag in Stuttgart mit. „Deswegen gab und gibt es im Haushaltsplan des Kultusministeriums keine Mittel für die generelle Beschaffung oder Wartung von Endgeräten.“

Der Sprecher verwies aber auf noch laufende Gespräche im Rahmen der Finanzkommission von Land und Kommunen. Es sei klar, dass durch den Digitalpakt Schule und seine Zusatzprogramme die Anforderungen an Ersatzbeschaffung, Wartung und Support gestiegen seien.

Harsche Kritik kam indessen vom baden-württembergischen Städtetag. „Es kann doch niemand ernsthaft erwarten, dass die digitale Ausstattung von 133.000 Lehrkräften und damit etwa der Hälfte des Landespersonals aus dem Nichts heraus und ohne jede Finanzierung kommunale Schulträgeraufgabe wird“, sagte Norbert Brugger, Bildungsdezernent des kommunalen Spitzenverbands, den Zeitungen.

Das Land müsse jetzt über die digitale Schule der Zukunft entscheiden, und damit auch über die weitere Ausstattung der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten und deren Finanzierung, forderte Brugger.

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