CDU

Merkel-Vertrauter Kauder warnt vor Egoismus und Verachtung der Demokratie

Volker Kauder hält eine Rede vor dem Bundestag
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Volker Kauder sieht die Demokratie gefährdet.

Ex-Unionsfraktionschef Volker Kauder wünscht sich nach eigenen Angaben einen stärkeren Einsatz für die Demokratie.

Baden-Baden - «Wir müssen stärker als bisher für den Schatz der Demokratie werben. Ich bekam das ja in den vergangenen Jahren im Bundestag mit: Die Verächtlichmachung der Demokratie durch die AfD stört mich gewaltig. Dagegen müssen wir uns wehren», sagte der CDU-Politiker dem «Badischen Tagblatt» (Dienstagsausgabe).

Kauder, der sich nach rund drei Jahrzehnten im Bundestag nicht erneut um ein Abgeordnetenmandat bewerben wird, bedauert mit Blick auf seine Amtszeit, dass manche Veränderungen nicht mutiger angepackt wurden. «Wir haben Beschleunigungsgesetze auf den Weg gebracht für den Ausbau der Infrastruktur, die sind leider wieder versandet», sagte er. Zudem sei es in der heutigen Zeit mit ihren vielen raschen Veränderungen nicht akzeptabel, dass die Realisierung eines Kilometers Autobahn im Schnitt 13 Jahre benötige. «Und noch etwas müssen wir lernen: Die Summe von Egoismen darf nicht das Gemeinwohl übertreffen.»

Der Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel war 13 Jahre lang Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag. Im September 2018 hatten die Abgeordneten von CDU und CSU überraschend den Westfalen und bisherigen Fraktionsvize Ralph Brinkhaus (CDU) an ihre Spitze gewählt.

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