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Menschenkette für Solidarität in der Pandemie geplant

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Das Rathaus in Mannheim im Sonnenlicht
In Mannheim soll um das Rathaus eine Menschenkette für Solidarität in der Pandemie gebildet werden. © Immanuel Giel / Public domain

Immer wieder gibt es Proteste gegen die Corona-Maßnahmen. Als Gegenbewegung will Mannheim deshalb eine Menschenkette bilden.

Mannheim (dpa/lsw) - Als Zeichen gegen die zunehmend aggressiven Protestveranstaltungen von Gegnern der Corona-Politik soll am kommenden Montagabend eine Menschenkette um das Mannheimer Rathaus gebildet werden. Zugleich werden in der Quadratestadt wieder als «Spaziergänge» bezeichnete Ansammlungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen erwartet. Diese überwiegend im Internet beworbenen Aufzüge sind von der Stadt untersagt.

Die Veranstalter der Menschenkette, die grünen Stadträte Gerhard Fontagnier und Chris Rihm, haben 300 Teilnehmer für die Aktion unter dem Motto «Uffbasse» angemeldet. Sie wollten deutlich machen, dass in Mannheim kein Platz für Hass, Hetze und Gewalt sei.

Fontagnier sieht ein gewisses Konfliktpotenzial zwischen den beiden Gruppen. Man habe aber aus Sicherheitsgründen schon einen Kompromiss gemacht: Zunächst sei eine Menschenkette zwischen Wasserturm und Rathaus geplant gewesen. Die Polizei hätte bei dieser Variante im Ernstfall aber weniger Möglichkeiten des Eingreifens als bei der jetzt vereinbarten Aktion gehabt. Bei der Menschenkette solle in Stille der Opfer der Pandemie in Mannheim gedacht und den Menschen im Gesundheitswesen Respekt gezollt werden.

In Mannheim war es in den vergangenen zwei Wochen zu Auseinandersetzungen zwischen Gegnern der Corona-Politik und der Polizei gekommen. Am vergangenen Montag wurden dabei 15 Polizisten verletzt.

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