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Mehrere Hundert Menschen bei Protest am Atomkraftwerk Neckarwestheim

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Protest am Atomkraftwerk Neckarwestheim
Protest am Atomkraftwerk Neckarwestheim am 6. März 2022. © Andreas Rosar/dpa

Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntag beim Atomkraftwerk in Neckarwestheim gegen Atomkraft und Krieg demonstriert. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine war die Diskussion über Alternativen zum Atomausstieg neu entflammt.

Neckarwestheim (dpa/lsw) - Kurz vor dem Jahrestag der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima haben am Standort Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) mehrere Hundert Menschen gegen Atomkraft und Krieg demonstriert. Mit dem Protestzug sollte nach Angaben der Veranstalter am Sonntag ein Zeichen gegen Atomgefahren und Krieg gesetzt werden.

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine und damit einhergehenden Sorgen vor einer sich verschärfenden Lage auf dem Energiemarkt war die Diskussion über Alternativen zum Atomausstieg neu entflammt. Nach bisheriger Gesetzeslage sollen spätestens Ende des Jahres die drei letzten deutschen Atomkraftwerke Isar 2, Emsland und auch Neckarwestheim 2 abgeschaltet werden.

Proteste am Atomkraftwerk Neckarwestheim: „Lehnen eine Laufzeitverlängerung strikt ab“

«Wir lehnen eine Laufzeitverlängerung der Akw strikt ab. Atomkraft war und ist eine Hochrisikotechnologie», kritisierte Herbert Würth vom «Bündnis Fukushima Neckarwestheim». Die letzten drei Akw erzeugten nur noch sechs Prozent des Stroms in Deutschland und könnten überhaupt nichts bewirken.

Am 11. März 2011 hatte ein Seebeben vor der Nordostküste Japans den Tsunami ausgelöst, der weite Gebiete in ein Inferno verwandelte. Mehr als 18 500 Menschen starben in den Fluten. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es zu einem Super-Gau.

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