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„Der Horror“: Angeleinter Hund wird vor Supermarkt in Mannheim geklaut

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Von: Nadja Pohr

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Ein Hund ist vor Einkaufswägen angeleint und wartet
Ein Besitzer leinte seinen Hund vor einem Supermarkt in Mannheim an. Als er zurückkam, war er verschwunden (Symbolbild). © Steinach/IMAGO

In Mannheim wurde ein Hund geklaut, der vor einem Supermarkt angeleint war. Der Fall sorgt für Fassungslosigkeit im Internet und entfacht eine Debatte.

Mannheim - Da Hunde nicht in die Filialen von Lidl, Kaufland, Aldi und Co. dürfen, werden sie oftmals vor dem Eingang angeleint und alleine gelassen. Hierfür bieten einige Discounter- und Supermarktketten oftmals sogar einen geeigneten Platz vor der Tür mit einem Napf Wasser.

In Mannheim erlebte ein Hundebesitzer nun einen riesigen Schock: Als er seinen Einkauf beendet hatte und zurück zu seinem Vierbeiner wollte, war dieser nicht mehr da. Die Polizei wurde alarmiert und geht davon aus, dass der Husky-Labrador-Mischling von einem unbekannten Täter oder einer Täterin entführt wurde.

Diebstahl von Hund vor Geschäft ist Horrorvorstellung für jeden Tierbesitzer

Von dem Mischlingshund war in der Stadt in Baden-Württemberg keine Spur zu sehen. Nach dem „Dognapping“ sucht die Polizei nun nach Zeugen, die den Dieb mit dem Hund an der Straßenbahnhaltestelle „Marktplatz“ vielleicht gesehen haben. Ein Mikrochip könnte bei der Suche helfen. Dadurch wurde auch eine Besitzerin nach sieben Jahren wieder mit ihrem vermissten Hund vereint.

Auf Facebook sind die Menschen bestürzt über die schreckliche Tat. „Überall wird geklaut, was nicht niet- und nagelfest ist - sogar ein Hund“, meint ein Nutzer fassungslos. Eine Userin leidet besonders mit dem Besitzer und glaubt, dass so etwas der Horror sein müsse. „Daumen sind gedrückt“, schreibt eine weitere unterstützend.

Debatte im Netz: Hunde sollten nicht überall dabei sein

Im Netz reagieren allerdings auch viele mit Unverständnis, dass man seinen Hund überhaupt zum Einkaufen mitnimmt. „Das ist mir in der heutigen Zeit viel zu heikel“, schreibt eine Nutzerin und meint, man könne dem Tier nicht zumuten, dass es verunsichert und ängstlich so lange warten müsse. „Einfach verantwortungslos“, findet auch ein anderer.

Eine Userin zieht bei der Situation einen ganz anderen Vergleich: „Ich lasse ja meinen Kinderwagen auch nicht allein draußen.“ In der hitzigen Debatte sorgt eine Nutzerin dann aber auch für Beschwichtigung: „Jetzt den moralischen Zeigefinger zu erheben bringt weder dem armen Tier noch dem Besitzer etwas.“

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