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Mann (24) soll zwei Kinder in Flüchtlingsunterkunft sexuell missbraucht haben

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Ein Schild mit der Aufschrift „Polizei“ hängt an einem Polizeipräsidium.
Polizei (Symbolbild) und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen gegen einen 24-jährigen Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma aufgenommen. © Roland Weihrauch/dpa

Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln gegen einen 24-Jährigen, der in Meßstetten zwei Kinder sexuell missbraucht haben soll. Der Mann sitzt in U-Haft.

Meßstetten (dpa/lsw) – Ein Mann soll im Ankunftszentrum für ukrainische Flüchtlinge in Meßstetten (Zollernalbkreis) zwei Kinder sexuell missbraucht haben. Der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma soll die beiden ukrainischen Mädchen im Alter von sechs und sieben Jahren in der Unterkunft „bedrängt und unsittlich berührt haben“, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mit.

Die Kinder gaben nach Angaben der Ermittler ihren Müttern Bescheid, die wiederum die Leitung des Sicherheitsdienstes über den Vorfall vom Montag informierten. Der 24-jährige Verdächtige befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Tübinger Regierungspräsident kündigt „rechtliche Konsequenzen“ an

Der Tübinger Regierungspräsident Klaus Tappeser (CDU) sagte laut Mitteilung: „Das ist absolut inakzeptabel und wird die entsprechenden rechtlichen Konsequenzen haben.“ Der Mann sei vom Dienst freigestellt und erhalte keinen Zutritt mehr auf das Gelände des Ankunftszentrums. „Die weitere Zusammenarbeit mit dem in der Einrichtung tätigen Sicherheitsunternehmen wird derzeit geprüft“, hieß es in der Mitteilung. Sowohl für die Mütter als auch die Kinder sei eine psychologische Betreuung geplant. Auch der Opferschutz-Verein Weisser Ring sei eingeschaltet und prüfe Hilfsmöglichkeiten.

Die Mitarbeitenden der beauftragten Sicherheitsfirma müssen nach Angaben des Regierungspräsidiums ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen und werden über das Landeskriminalamt sicherheitsüberprüft. „Bei der Prüfung des inhaftierten Mitarbeiters lagen keine Erkenntnisse beim Landeskriminalamt vor“, hieß es weiter.

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