Täter wurden gefasst

Rassistische Tat in Vaihingen/Enz: Männer hinterlassen grausames Objekt vor Islamischem Kulturverein

Drei Frauen mit Kopftüchern stehen vor einem Gebäude, an dem die türkische Flagge hängt.
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Vaihingen/Enz: Zwei Männer hinterließen einen Schweinskopf an der Eingangstür des Islamischen Kulturvereins (Symbolbild).
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Am Samstagabend hinterließen zwei Männer ein grausames Objekt an der Eingangstür des Islamischen Kulturvereins in Vaihingen/Enz. Die beleidigende Handlung führte in der türkischen Gemeinde zu Bestürzung und Unsicherheit.

  • Zwei Männer hinterließen am Samstagabend einen gegrillten Schweinskopf an der Eingangstür des Islamischen Kulturvereins in Vaihingen/Enz.
  • Die beleidigende Handlung löste in der türkischen Gemeinde Bestürzung und Unsicherheit aus.
  • Die Tat wurde von Überwachungskameras gefilmt und landete später in den sozialen Netzwerken.

Vaihingen/Enz - Zwei Männer, die einen Transporter eines Malerbetriebs aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart fuhren, wurden am Samstagabend bei einer rassistischen Tat von einer Überwachungskamera gefilmt. Wie die Polizei Ludwigsburg mitteilte, hinterließen die zwei Männer am Samstagabend gegen 23:30 den Kopf eines gegrillten Spanferkels an der Eingangstür des Islamischen Kulturvereins in Vaihingen/Enz im Kreis Ludwigsburg. Die Tat wurde von Videokameras gefilmt und gelangte anschließend in die sozialen Netzwerke. Die Polizei macht deutlich, dass der Malerbetrieb, dessen Logo in den Videoaufnahmen zu sehen ist, nichts mit der Handlung zu tun hat.

Beleidigende Handlung in Vaihingen/Enz im Kreis Ludwigsburg: Tat löst Bestürzung und Unsicherheit aus

Nach dem Fund des Schweinskopfes alarmierten die verständigten Vereinsmitglieder des Islamischen Kulturvereins in der Hauffstraße, am nordwestlichen Rand der Stadt Vaihingen/Enz im Kreis Ludwigsburg, die Polizei. In der türkischen Gemeinde löste die beleidigende Tat Bestürzung und Unsicherheit aus. Die Polizisten des Reviers Vaihingen/Enz leiteten erste Maßnahmen am Tatort ein. Das Staatsschutz-Dezernat der Kriminalpolizeidirektion Böblingen leitet die Ermittlungen. Die Landes- und Bundesvorsitzenden des Verbandes der Türkisch Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) kamen am Sonntag nach Vaihingen/Enz. Auch der türkische Generalkonsul, Mehmet Erkan Öner, besuchte den Tatort.

Die Täter, die am Samstag den Kopf eines gegrillten Spanferkels an der Eingangstür des Islamischen Kulturvereins in Vaihingen/Enz im Kreis Ludwigsburg hinterließen, wurden von Kameras bei ihrer Handlung gefilmt. Wie die Polizei in einer ersten Pressemitteilung angab, finden die Videos in den sozialen Netzwerken weite Verbreitung. Die beiden Täter konnten anhand des Videomaterials identifiziert werden.

Rassistische Handlung in Vaihingen/Enz wird von Videokameras gefilmt und die Aufnahmen landen im Netz

In einer zweiten Pressemitteilung machte das Polizeipräsidium Ludwigsburg weitere Angaben zu den Tätern. Laut den bisherigen Ermittlungen stehen ein 26-Jähriger und ein 36-Jähriger unter dem Verdacht, den Schweinskopf an der Tür des Islamischen Kulturvereins in Vaihingen/Enz im Kreis Ludwigsburg angebracht zu haben. Der 36-Jährige soll nach Angaben der Polizei den Transporter gefahren haben, der 26-Jährige brachte den abgetrennten Schweinekopf an der Eingangstür an. Die Ermittlungen ergaben außerdem, dass der Malerbetrieb aus Stuttgart nichts mit der Tat zu tun hatte. Informationen zur Motivation der rassistischen Handlung liegen nach Angaben der Polizei noch nicht vor.

Der Polizei Ludwigsburg gelang durch die Videoaufzeichnungen ein schneller Ermittlungserfolg. Die Aufnahmen stoßen aber auch in den sozialen Netzwerken auf Bestürzung und führen zu heftigen Diskussionen. Im Zuge der beleidigenden Handlung gegen die Islamische Religion in Vaihingen/Enz im Kreis Ludwigsburg, greifen einige Nutzer auf Twitter sogar den Anschlag in Hanau vom Februar wieder auf. Immer wieder kommt es zu Vorfällen, bei denen Schweineköpfe als anti-muslimisches Symbol eingesetzt werden. In Kenzingen im Landkreis Emmendingen machten die Bewohner einer Mehrfamilienhauses Mitte August einen grauenhaften Fund. Ein bislang unbekannter Täter hatte an der Haustür einen Schweinekopf angebracht.

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