Asiatische Tigermücke

„Tödlichstes Tier der Welt“ im Kreis Ludwigsburg: Bakterien sollen es aufhalten

Eine tote Asiatische Tigermücke.
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Das „tödlichste Tier der Welt“ tauchte bereits in Stuttgart und Heilbronn auf. In Ludwigsburg wird es mit Bakterien-Tabletten bekämpft.
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Das „tödlichste Tier der Welt“ breitet sich weiter in Baden-Württemberg aus. Im Kreis Ludwigburg soll die Population mithilfe von Tabletten eingedämmt werden.

Meckenbeuren - Das aktuell noch immer unbeständige und feuchte Sommerwetter in Baden-Württemberg begünstigt auch die Ausbreitung von Mücken. Bill Gates warnte bereits vor dem „tödlichsten Tier der Welt“, wie er es nennt. Gemeint war die asiatische Tigermücke, die gefährliche Krankheiten wie das Dengue-Fieber verbreiten kann. Das eigentlich unscheinbare Insekt wurde bereits in der Landeshauptstadt Stuttgart entdeckt und fiel kürzlich auch über Heilbronn her. Ursprünglich stammt die schwarz-weiß gestreifte Mücke aus Südostasien, doch inzwischen wird sie immer wieder auch im Südwesten Deutschlands nachgewiesen.

Neben Stuttgart und Heilbronn ist das „tödlichste Tier der Welt“ auch bereits im Kreis Ludwigsburg nachgewiesen worden. Dort wird die Ausbreitung der asiatischen Tigermücke unter anderem mit Bakterien-Tabletten bekämpft, berichtet die Ludwigsburger Kreiszeitung.

„Tödlichstes Tier der Welt“: Klimaveränderung begünstigt Ausbreitung der Tigermücke

In Baden-Württemberg hat sich das Klima in den vergangenen Jahrzehnten deutlich geändert. Das beeinflusste auch die Natur, weswegen bestimmte Insektenarten, die zuvor nicht im Südwesten heimisch waren, inzwischen in immer mehr Gemeinden entdeckt werden. „In den vergangenen Jahren haben sich exotische Stechmücken, wie die japanische Buschmücke und die asiatische Tigermücke auch in Baden-Württemberg ausgebreitet“, heißt es auf einer Serviceseite des Landes Baden-Württemberg. „Vor allem die Tigermücke beeinträchtigt durch ihr aggressives Stechverhalten und die Möglichkeit einer Übertragung von sogenannten Tropenkrankheiten.“

Vor allem in den Sommermonaten, bei steigenden Temperaturen, vermehren sich die gefährlichen Insekten besonders schnell. Die Tigermücken legen ihre Eier bevorzugt an Wänden künstlicher Wasserreservoirs ab, auch Sonnenschirmständer, Zaunrohre mit defekter Abdeckung werden genutzt. Laut dem Serviceportal soll die Ausbreitung der asiatischen Tigermücke dadurch eingedämmt werden, indem die Brutstätten beseitigt oder konsequent abgedeckt werden.

Tigermücke in Baden-Württemberg: So kämpfen die Städte gegen eine Ausbreitung

Die asiatische Tigermücke wurde inzwischen in Stuttgart, Heilbronn aber auch im Kreis Ludwigsburg nachgewiesen. Im Kreis Ludwigsburg scheinen die Gegenmaßnahmen bereits Wirkung gezeigt zu haben, denn die Population der Tigermücke hält sich bislang die Waage, berichtet die Ludwigsburger Kreiszeitung. Dennoch gab die Stadt den Bürgern sogenannte BTI-Tabletten aus, die in Regentonnen oder Gartenteiche aufgelöst werden können. BTI steht laut der Zeitung für „Bacillus thuringiensis israelensis“, ein Bakterium, das die Mückenlarven vernichtet.

Die Schwäbische Zeitung berichtet zudem über das Auftauchen der asiatischen Tigermücke im Bodenseekreis, in der Gemeinde Meckenbeuren. Das sei jedoch bislang nicht bestätigt, sagte das zuständige Gesundheitsamt auf Anfrage von BW24. „Der Bodenseekreis ist zwar ein Erwartungsgebiet für die Tigermücke“, sagte ein Sprecher. „Eine Sichtung ist bislang jedoch noch nicht nachgewiesen.“ Zudem plane die Region auch bei einem Nachweis keine „Mückenmaßnahmen“ mithilfe von Chemie. Grundsätzlich könne eine Verbreitung der Tigermücke im Bodenseegebiet jedoch nicht ausgeschlossen werden.

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