Situation eskaliert

Real-Kundin scheitert bei Produkt-Rückgabe und rastet aus

Der Blick in einen Real-Markt mit dem Logo über dem Eingang.
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Nachdem eine Kundin bei Real einen Mitarbeiter attackierte, ermittelt die Polizei.

In einem Real-Markt in Gerlingen reklamierte eine Frau ihren Wasserkocher. Als der Verkäufer ihr demonstrierte, dass das Gerät funktioniert, ging sie mit dem heißen Wasser auf ihn los.

Gerlingen - Dramatische Szenen spielten sich wohl am Mittwochabend in einem Real-Markt in Gerlingen im Kreis Ludwigsburg ab. Weil sie ihren neuen Wasserkocher zu laut fand, reichte eine 47-Jährige an der Infotheke Beschwerde ein. Wie die Polizei Ludwigsburg mitteilte, verlief die Reklamation jedoch alles andere als sachlich. Ein 27-jähriger Mitarbeiter hatte sich zunächst dem Anliegen der Frau angenommen - das sollte ihm zum Verhängnis werden.

Um das Gerät auf Schäden zu testen, füllte der Real-Angestellte es mit Wasser und schaltete es ein. Da der Wasserkocher einwandfrei funktionierte, gab es keinen Reklamationsgrund. Die Kundin sah das offenbar anders: Als der Verkäufer ihr mitteilte, dass eine Rückgabe nicht möglich sei, wurde die Frau so zornig, dass sie den Wasserkocher griff und versuchte, das heiße Wasser über den Mitarbeiter zu schütten.

Attacke auf Real-Mitarbeiter: Kundin droht Hausverbot, Polizei ermittelt

Nach Angaben der Polizei konnte der Real-Mitarbeiter mit einem Sprung zur Seite gerade noch ausweichen und der Querulantin den Wasserkocher entwenden. Doch statt einer Deeskalation folgte ein weiterer, heftiger Streit. Irgendwann reichte es dem Mann und er erteilte der aufmüpfigen Dame ein Hausverbot. Nun ermittelt die Polizei gegen die Frau wegen versuchter, gefährlicher Körperverletzung.

Fälle wie der in Gerlingen sind leider keine Seltenheit. Erst kürzlich attackierte ein Mann in Pforzheim eine Kassiererin, weil ihm die Wurst zu teuer war. In seiner Rage packte er die Kassiererin an der Schulter und verletzte sie. Schlimmeres konnte durch eine aufmerksame Kundin verhindert werden, die der Kassiererin beherzt zu Hilfe sprang.

Andere Kunden äußern ihren Unmut etwas subtiler, aber dennoch mit großer Wirkung - beispielsweise übers Netz. So postete ein Kaufland-Kunde Fotos aus Filiale, nachdem eine Vielzahl an Produkten aus der Werbung dort ausverkauft und die Regale wie leergefegt waren. Das Posting, das auf Facebook direkt an den Discounter gerichtet war, versetzte er mit dem Kommentar: „Dass einzelne Artikel mal ausverkauft sind - passiert. Hier scheint das Methode zu haben, ich fühle mich reichlich für dumm verkauft.“

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