16.000 Quadratmeter

Porsche baut völlig neues Werk bei Stuttgart - Ausmaße „erschreckend“

Ein neuer Porsche Macan fährt über die Offroad-Teststrecke am Porsche-Werk in Leipzig (Sachsen), im Hintergrund das diamantförmige Kundenzentrum.
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Porsche baut ein „Pilotzentrum“ in Sachsenheim.
  • Berkan Cakir
    VonBerkan Cakir
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Die Porsche AG baut bei Bietigheim-Bissingen ein Prototypenwerk für E-Modelle. An dem Standort entstehen dadurch 200 neue Arbeitsplätze.

Sachsenheim - Noch keine zwei Jahre ist der Taycan der Porsche AG auf dem Markt. Das erste vollelektrisch angetriebene Modell des Sportwagenherstellers entwickelte sich schon nach kurzer Zeit zum Erfolgsschlager und ist mittlerweile der meistverkaufte Porsche in Europa - noch vor dem 911er-Modell.

Kein Wunder also, dass die Porsche AG aus der Landeshauptstadt Stuttgart weiter kräftig an der Zukunft der Elektromobilität baut. Derzeit zieht Porsche in Sachsenheim bei Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) ein Prototypenwerk auf. Auf einer rund zehn Hektar großen Fläche direkt neben dem Zentrallager, das dort bereits steht, entstehen zwei Produktionshallen mit je rund 8.000 Quadratmeter für den Bau von Karosserien und Montage, wie die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtet.

Porsche AG: Im Werk in Sachsenheim sollen nicht nur E-Modelle entwickelt werden

In dem Werk der Porsche AG sollen unter anderem die Prototypen der künftigen E-Modelle entstehen. Das Unternehmen will sich nach eigenen Angaben auf diesen Bereich in Zukunft stärker konzentrieren. Das Zentrum soll aber nicht nur rein der Entwicklung der E-Autos dienen, sondern auch der herkömmlichen Modelle.

In dem firmenintern als „Pilotcenter“ genannten Gebäude sollen - projektbezogen - künftig bis zu 200 Mitarbeiter tätig sein, vom Facharbeiter bis zum Ingenieur. Mit der Fertigstellung rechnet Porsche im kommenden Jahr, dann soll auch der Betrieb aufgenommen werden. Insgesamt investiert das Unternehmen für den Neubau rund 40 Millionen Euro.

Bisher werden die Prototypen in Zuffenhausen hergestellt. Nachdem die Porsche AG jedoch entschieden hatte, den Taycan am Stammsitz zu bauen, war eine Umplanung als nötig erachtet worden.

Porsche AG: Die Baupläne für das Pilotzentrum wurden kritisiert

Der Porsche-Bau in Sachsenheim wurde von Beginn an allerdings auch kritisch gesehen. Der Sersheimer Bürgermeister Jürgen Scholz hatte die im Entwurf des Bebauungsplans bis zu 30 Meter hohen Gebäude bereits im Jahr 2018 kritisiert. Seine Gemeinderäte seien teils erschrocken darüber. In den Nachbargemeinden wird durch den Neubau außerdem ein erhöhtes Verkehrsaufkommen innerorts befürchtet.

Es ist nicht die erste Investition, den die Zuffenhausener in die Region stecken. Im Mai wurde verkündet, dass Porsche in Tübingen eine Fabrik baut. Dort entsteht ein Werk zur Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos. „Die Batteriezellen sind eine Kerntechnologie für die deutsche Autoindustrie, die wir auch im eigenen Land haben müssen“, sagte Oliver Blume, Chef der Porsche AG.

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