Paddeln für die Umwelt

„Plogging“ auf dem Wasser: Kostenlos Kajak fahren und dabei Müll aus Rems, Neckar und Enz fischen

Drei Ökokajaks zum Müllsammeln.
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Die Öko-Kajaks der Zugvögel tragen Namen und stellen Tiere dar.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Wassersport betreiben und dabei Gutes für die Umwelt tun - das ist das Konzept der Öko-Kajaks, die beim Verleih der „Zugvögel“ im Kreis Ludwigsburg frei zur Verfügung stehen.

Ludwigsburg - „Plogging“ liegt voll im Trend. Ursprünglich soll es eine Idee der Schweden gewesen sein, zu joggen und gleichzeitig Müll zu sammeln. Die neue Sportart setzt sich aus dem Wort „Jogging“ und dem schwedischen Wort „plocka“ (zu Deutsch: aufsammeln) zusammen. Mittlerweile ist „Plogging“ auch in Deutschland angekommen. Im Kreis Ludwigsburg wird Plogging jetzt aufs Wasser verlagert. Beim Verleih „Die Zugvögel“ stehen in den Sommermonaten mehrere Kajaks zum Müllsammeln frei zur Verfügung.

Wie die Zugvögel auf ihrer Website erklären, stehen die „Öko-Kajaks“ an drei verschiedenen Standorten gemeinsam mit Müllsäcken und Greifzangen bereit. „Einfach vorbeischauen, wenn die Station geöffnet ist und nach einer kurzen Materialausgabe und Einweisung geht es auch schon los“, so der Verleih. Alternativ kann auch das Büro telefonisch Auskunft geben, ob die Kajaks gerade auf dem Wasser sind.

Öko-Kajaks der Zugvögel: Hier findet ihr „Bibi“, „Endi“ und „Lubi“

Das erste Öko-Kajak, das laut der Zugvögel „Bibi“ heißt, startet von Mai bis Ende September täglich von 9 bis 17 Uhr von der Station am Viadukt in Bietigheim-Bissingen. „Bibi“ ist so lang, dass immer gleich zwei Menschen mit ihr losfahren. Bereits Kinder ab drei Jahren dürfen gemeinsam mit einer Begleitperson einsteigen. „Bibi hat schon Autoreifen, jede Menge Plastikflaschen und vieles mehr aus der Enz gefischt“, so die Zugvögel. „Und was findet ihr?“

Das zweite Öko-Kajak namens „Endi“ geht in Weinstadt-Endersbach (Rems-Murr-Kreis) auf der Rems an den Start. „Endi ist stolze 4,60 Meter lang“, so die Zugvögel. „Er eignet sich damit prima für ein bis zwei Begleiter.“ Auch hier dürfen bereits Kinder ab drei Jahren mitfahren. Von Juni bis September ist Endi an Wochenenden ab 10 Uhr sowie in den Sommerferien zu haben. „Schaut gerne mal vorbei und nehmt ihn mit zum Müll sammeln“, appellieren die Zugvögel.

„Müll sammeln und dabei kostenlos paddeln - was für ein schönes Erlebnis“

Das dritte Öko-Kajak heißt „Lubi“ und hat seinen Platz in Ludwigsburg am Neckar beim Biergarten Uferstüble. Am Wochenende sowie in den Sommerferien, wenn das Wetter schön ist, steht Lubi ab 11 Uhr zur Verfügung. Da Lubi sehr klein ist, dürfen nur Kinder damit fahren. „Ab 14 Jahren können Paddler mit Lubi alleine losziehen, ansonsten können Kinder ab acht Jahren Lubi in Begleitung von Eltern in anderen Booten mitnehmen“, erklären die Zugvögel.

Unter den Hashtags #ÖkoKajak und #diezugvoegel haben Nutzer von Instagram in den vergangenen Monaten Eindrücke von ihrer Fahrt mit den Müll-Kajaks geteilt - und zeigen sich begeistert. „Urlaub im Ländle kann mindestens genauso schön sein wie in der Ferne“, schreibt ein Nutzer, der im September mit einem der Kajaks gefahren ist. „Unterwegs auf unserer geliebten Enz - Müll sammeln und dafür kostenlos paddeln - was für ein schönes Erlebnis.“

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