Fall aus Kreis Ludwigsburg

Vox-Doku über Katharina K.: Mord in Backnang schockierte 2017 ganz Baden-Württemberg

Kriminalbeamte sichern am 21.10.2015 in Ludwigsburg in der Nähe eines Tatorts.
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Im November 2017 geschah ein Mord im Kreis Ludwigsburg. Der Sender Vox zeigt eine Dokumentation über den Fall (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Im Jahr 2017 erschütterte der Fund einer Frauenleiche die Stadt Backnang bei Stuttgart. Am heutigen Mittwochabend zeigt Vox eine Dokumentation über den Mordfall.

Stuttgart - Dokumentationen über reale Kriminalfälle erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Neben Podcasts und Sachbüchern zeigen auch Fernsehsender besonders erschreckende oder mysteriöse Fälle aus Deutschland und der ganzen Welt. Der Privatsender Vox setzt im November jeden Mittwoch auf ein „True-Crime“-Format, das am 3. November mit der Ausstrahlung von „Stern Crime: Der Alptraummann“ begann. Am heutigen Mittwochabend zeigt der Sender um 22.15 Uhr einen Mordfall, der im Jahr 2017 in Backnang (Kreis Ludwigsburg) nahe der Landeshauptstadt Stuttgart geschah, wie die RTL-Mediengruppe in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Der Mordfall Katharina Kleinschmidt wurde im November 2017 bekannt, als das Polizeipräsidium Aalen und die Staatsanwaltschaft Stuttgart zunächst eine Vermisstenanzeige veröffentlichten. Da mehrere Hinweise nicht zum Auffinden der vermissten 22-Jährigen führten, ging die Polizei Waiblingen wenig später von einem Gewaltverbrechen aus. Als schließlich eine Frauenleiche in Backnang gefunden wurde, setzte sich das Puzzle Stück für Stück zusammen. Wie es zum Tod der jungen Frau kam, wird am heutigen Abend auch die Vox-Dokumentation beleuchten.

Mordfall aus Backnang im Fernsehen: Alles begann mit einem Vermisstenfall

Am Donnerstag, 16. November 2017, wurde der Polizei Waiblingen ein Vermisstenfall gemeldet, der daraufhin von der Kripo übernommen wurde. „Familienmitglieder zeigten das Verschwinden der 22-jährigen Katharina Kleinschmidt aus Strümpfelbach an“, schrieb die zuständige Polizei Aalen in einer Pressemitteilung, die am folgenden Tag veröffentlicht wurde. „Die junge Frau ist seit Mittwochabend nicht mehr erreichbar. Letzter bekannter Aufenthaltsort der Frau war ihre Wohnung in der Flurstraße.“ Dort verlief sich die Spur der jungen Frau aus dem Kreis Ludwigsburg und auch mehrere Zeugenhinweise führten nicht zum Auffinden.

In einer weiteren Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Aalen vom 13. November 2017 hieß es, dass die Ermittler im Vermisstenfall von Katharina Kleinschmidt inzwischen von einem Gewaltverbrechen ausgehen. Zum damaligen Zeitpunkt geriet bereits ein 24-jähriger Mann aus dem Umfeld der Familie unter Verdacht, der in Gewahrsam genommen wurde. Drei Tage später, am 16. November, kam es in dem Fall dann zu einer traurigen Wende. „Im Zusammenhang mit dem Vermisstenfall der Ermittlungsgruppe Flur in Backnang wurde am Mittwochabend im Raum Ludwigsburg eine weibliche Leiche gefunden“, schrieb die Polizei.

Leichenfund in Backnang: Wie kam es zum Tod der Katharina Kleinschmidt?

Nach dem Leichenfund in Backnang ergaben die Ermittlungen der Polizei Waiblingen, dass es sich um die vermisste Katharina Kleinschmidt handelte, die offenbar Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war. Die Vox-Dokumentation, die am heutigen Mittwochabend ausgestrahlt wird, setzt jedoch an einem sehr viel früheren Punkt ein. Die damals 19-jährige Frau verliebte sich am Arbeitsplatz in einen Kollegen, der sie maßlos verwöhnte und ihr ein luxuriöses Leben ermöglichte. Insgeheim beherbergte der vermeintliche Traummann jedoch eine hohe kriminelle Energie, die er zunächst vor Katharina verbarg.

Nach einiger Zeit schwang das Zusammenleben zwischen Katharina Kleinschmidt aus Backnang und ihrem Lebensgefährten um, als dieser begann, die junge Frau zu schlagen. Obwohl sie ihn daraufhin zunächst verließ, kehrte sie später zu ihm zurück und bekam zwei gemeinsame Kinder mit ihm. Als der Lebensgefährte ihr schließlich eines der beiden gemeinsamen Kinder wegnehmen wollte, eskalierte die Situation.

Obwohl der Lebensgefährte bereits vor dem Fund der Leiche als Tatverdächtiger festgenommen wurde, konnte ihm der Mord nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. „Aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse gehen wir davon aus, dass der 24 Jahre alte Mann die Frau getötet hat“, hatte ein Polizeisprecher bei der Verhaftung des damals 24-Jährigen gesagt.

Die am heutigen Mittwochabend um 22.15 Uhr bei Vox ausgestrahlte Dokumentation über den Mordfall Katharina Kleinschmidt aus Backnang ist laut der RTL-Mediengruppe als Zweiteiler konzipiert. Dieser trägt den Titel „True Crime - Ich liebe meinen Mörder“ und behandelt demnach Morde aus Leidenschaft beziehungsweise Morde, die vom Lebensgefährten verübt wurden. Die zweite Folge wird am 17. November ausgestrahlt und behandelt den Fall Dana Rudersdorf.

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