Weltweites Phänomen

Rätselhafter Monolith in Baden-Württemberg taucht erneut auf - neues Detail wirft Fragen auf

Ein Monolith aus Metall steht unterhalb des Schlosses Neuschwanstein auf einer Wiese im Schnee.
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Der Monolith taucht immer wieder an verschiedensten Orten der Welt auf.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Der Mitte Dezember in Baden-Württemberg aufgetauchte Monolith ist Teil eines weltweiten Phänomens. Wenige Tage später war er wieder verschwunden - nun steht er jedoch wieder an der selben Stelle.

Update vom 31. Dezember, 11:00 Uhr: Im Laufe der letzten Wochen tauchten in der ganzen Welt rätselhafte Monolithen auf. Mitte Dezember stand auch in den Felsengärten in Hessigheim (Kreis Ludwigsburg) auf einmal eine solche metallene Stele. Wie sie dort hingekommen ist, stellte die Anwohner vor ein Rätsel. Wie auch bei den Monolithen in den USA oder Rumänien verschwand das futuristisch anmutende Gebilde jedoch ein paar Tage später wieder, ohne dass die Bevölkerung den Abbau mitbekommen konnte. Im Zuge des weltweiten Phänomens waren viele Theorien im Umlauf. Vermutet wurde zuletzt, dass es sich dabei um einen Marketinggag einer Filmcrew aus Australien handele, die mit den Monolithen eine neue Show auf Netflix bewerben wollte.

Mit dem Verschwinden des Monolithen in Hessigheim schien das Rätselraten zunächst beendet. Nun steht das Gebilde auf einmal jedoch wieder in der kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg - an der exakt selben Stelle wie zuvor, wie der SWR berichtet. Diesmal gibt es jedoch einige Neuheiten, die wieder zu Spekulationen führen dürften.

So sei der Monolith an einer Stelle beschädigt, sagte Götz Reustle von der Felsengartenkellerei in Hessigheim am Mittwoch dem SWR. Eine Kante sei aufgebogen worden und dem Gebilde sei mit Feuerwerkskörpern zugesetzt worden. An einer Seitenwand ist ein Schreiben angebracht, das aus Sicht der metallenen Stele verfasst wurde. Der Monolith stehe gerne an dieser Stelle, heißt es in dem Schreiben, wie der SWR weiter berichtet.

„Ich stehe zu Eurer Freude hier. Zum Staunen - zum Nachdenken - zum Rätseln. Viele glückliche Kinderaugen haben mich betrachtet. Manch fragendes Gesicht hat mich erheitert.“

Schreiben auf dem Monolith in Hessigheim (Quelle: SWR)

Daneben werde in dem Schreiben auf dem Monolith in Hessigheim auch auf die Beschädigung eingegangen. Ein wehrloses Stück Metall zu attackieren, dazu gehöre kein Mut und keine Größe, heißt es dort laut dem SWR. Woher die Stele stammt und wer sie nun zum zweiten Mal in den Felsengärten im Kreis Ludwigsburg aufgestellt hat, ist weiterhin unklar.

Monolith in Hessigheim: Gebilde plötzlich wieder verschwunden - wurde es gestohlen?

Update vom 17. Dezember, 17:00 Uhr: In den letzten Wochen sind weltweit rätselhafte Monolithen aufgetaucht. Auch in Baden-Württemberg stand auf einmal ein metallenes Gebilde, das sich die Anwohner nicht erklären konnten. Inzwischen ist die silberne Stele in den Felsengärten in Hessigheim jedoch wieder verschwunden, wie die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtete. Das Gleiche geschah zuvor bereits mit anderen Monolithen. Wer das mysteriöse Objekt dort platziert hatte, bleibt unbekannt. Hinter dem Auftauchen der Monolithen wird jedoch ein Marketinggag für eine neue Show auf Netflix vermutet.

Erstmeldung: Hessigheim - Ein Plateau in den Hessigheimer Felsengärten über dem Neckartal: In der Mitte erhebt sich ein futuristisches, rund drei Meter hohes Gebilde aus Metall in den Himmel, das in der malerischen Landschaft wie ein Fremdkörper wirkt. Was sich anhört, wie der Auftakt zu einem Steven Spielberg Film, ist tatsächlich eine Beobachtung aus Hessigheim im Kreis Ludwigsburg. Dort steht seit Kurzem ein riesiger rätselhafter Monolith - und er ist nicht der Erste in Deutschland.

Bereits im November entdeckten Hubschrauberpiloten in der Wüste von Utah (USA) ein solches merkwürdiges Gebilde. Seitdem tauchen weltweit immer mehr auf. Der Hype um die Monolithen hat es inzwischen auch nach Deutschland geschafft, wo mutmaßliche Nachahmer erst kürzlich eine solche metallische Stele in einem Park in Hamburg aufstellten. Auch in Hessigheim fragen sich die Bewohner wer den Monolithen in den Felsengärten aufgestellt habe und vor allem zu welchem Zweck.

Monolith in Hessigheim: Anwohner wundern sich, stören sich aber nicht an dem Gebilde

Seit dem Auftauchen der rätselhaften Monolithen gibt es allerhand Theorien über die Gebilde. Die abenteuerlichen Erklärungsansätze reichen von einer Invasion von Außerirdischen bis zu einem groß angelegten Marketinggag. Frank Nägele, auf dessen Gründstück der riesige Monolith in Hessigheim steht, wundert sich, nimmt das Ganze jedoch gelassen. „Ich weiß nicht, wer den da aufgestellt hat. Mich stört das aber nicht. Ich lasse ihn dort stehen“, sagte er gegenüber BILD. Damit ist die kleine Gemeinde im Kreis Ludwigsburg Teil eines weltweiten Phänomens, das bislang mehr als zwölf metallene Gebilde hervorgebracht hat.

Eine Gemeinsamkeit ist, dass die silbernen Stelen in den meisten Fällen genauso schnell wieder verschwanden, wie sie aufgetaucht waren. Bislang wurden in diesen Teilen der Welt ähnlich aussehende Monolithen entdeckt (Quelle: Bild.de):

OrtInformation
1. Bundesstaat Utah (USA) Erste Sichtung einer mysteriösen Metallsäule in der Wüste.
2. Rumänien Auf einer Hügelspitze in Nordrumänien
3. Kalifornien (USA)In einem Park zwischen San Francisco und Los Angeles
4. Kalifornien (USA)Im Joshua Tree National Park
5. Compton, Isle of Wright (Großbritannien) Am Strand der Isle of Wright
6. NiederlandeIm Kiekenberg-Naturschutzgebiet
7. Sulzbach (Hessen) Auf einem Acker vor dem Main-Taunus-Zentrum
8. Norwegen Direkt vor einer Beleuchtungsfirma
9. Ayllon (Spanien) In den Ruinen einer alten Kirche
10. Isle of Wright (Großbritannien)Ein weiterer Monolith am Strand der Isle of Wright
11. Gränichen (Schweiz)Vor dem Aargauer Schloss
12. Schwangau (Bayern)Nahe dem Schloss Neuschwanstein
13. Hamburg Im Park an der Schwarzenbergstraße
14. Hessigheim (Baden-Württemberg)In der Nähe der Hessigheimer Felsengärten

Monolithen: Rätsel um die Gebilde mutmaßlich bereits geklärt

Seit dem Auftauchen der rätselhaften Monolithen wurde ihr Ursprung und vor allem der Zweck weltweit diskutiert. Kunst-Experten erinnerten die drei Meter hohen Gebilde an Objekte des Bildhauers John McCracken. Der amerikanische Künstler hatte bis zu seinem Tod im Jahre 2011 ganz in der Nähe vom Fundort des ersten Monolithen in New Mexiko gelebt und frei stehende Objekte in Form von Pyramiden oder Würfeln angefertigt, wie BILD berichtete. Inzwischen ist das Rätsel jedoch scheinbar gelöst.

Laut BILD handelt es sich bei den rätselhaften Monolithen um einen groß angelegten Marketinggag. Drei Filmemacher aus Australien wollten mit der Aktion ihre neue Show auf Netflix bewerben, wie sie in einem Videoclip verkünden. Darin ist zumindest zu sehen, wie sie einen Monolithen in Melbourne errichten, der genauso aussieht wie die anderen, die weltweit aufgetaucht sind. Das erklärt jedoch noch nicht, wie die Gebilde unbemerkt in die ganze Welt gelangt sind. Der Monolith in Hessigheim im Kreis Ludwigsburg wurde zumindest erst nach Bekanntwerden des angeblichen Marketinggags aufgestellt.

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